Klimachaos: Russland verbrennt, Deutschland und Polen überflutet

Die Natur zeigt in diesen Tagen erneut die ungeheure Kraft, gegen die der Mensch beinahe hilflos ist. Es scheint, als sei der Klimawandel längst Wirklichkeit geworden und keine düstere Prophezeiung mehr. Das Klimachaos zeigt sich so deutlich, wie selten zuvor. In Russland lodern die verheerendsten Waldbrände seit Jahrzehnten, während es in Deutschland, Polen und Tschechien zu beinahe Sintflut artigen Regenfällen und schlimmsten Überschwemmungen gekommen ist. Diese Gegensätze sind so extrem, dass man fragen muss: Schläft die Natur jetzt zurück? Gibt es so etwas wie Selbstjustiz der Erde?

Bei beiden Katastrophen hat der Mensch eingegriffen und dadurch das Ausmaß sehr stark verschlimmert. In Russland wurden Torfebenen über Jahrzehnte trocken gelegt, welche nun wie Zunder brennen und dabei einen extrem giftigen Qualm Versursachen. In Deutschland, Polen und Tschechien wurden die natürlichen Flussläufe begradigt, weshalb starke Regenfälle zu sofortigen Überschwemmungen über weite Teile des Landes führen. Es scheint, als haben die Menschen aus den Vergangenen Hochwassern überhaupt nichts gelernt. Längst ist bekannt, dass die Auslauflächen für große Wassermassen fehlen, nachdem die natürlichen Flussläufe mit Beton und Baggern begradigt wurden.

In Russland ist das Ausmaß der Brände so groß, dass sogar in der Millionenstadt Moskau der absolute Ausnahmezustand herrscht. Die Stadt ist in dichtem Rauch und Qualm und das Atmen fällt Millionen Menschen schwer. Inzwischen ist bekannt geworden, dass die Todesrate sich in kürzester Zeit verdoppelt hat. Die Gifte sind in der Luft so massiv, dass die Ärzte und Krankenhäuser überfordert sind und kaum Abhilfe wissen. Es lauern sogar atomare Gefahren. Die Waldbrände haben inzwischen sensible Bereiche erreicht, in denen Atom aufbereitet wird. Auch sollen Lagen von Atomwaffen in letzter Sekunde geräumt worden sein, bevor das Feuer eine Atomare Katastrophe ausgelöst hat.

Es bleibt momentan nur zu hoffen, dass in Russland so schnell wie möglich die dringend nötigen Niederschläge eintreffen. In Deutschland, Polen und Tschechien ging genau das Wasser herunter, welches man in Russland so bitter nötig hätte. Hat uns der Klimawandel nun endgültig eingeholt und werden sich solche Schreckensszenarien nun jährlich wiederholen? Es bleibt nur die Hoffnung, dass die Menschen aus den Fehlern lernen und der Natur wieder die ursprünglichen Freiräume zurück geben.