Deutschland gewinnt kleines Finale und wird Dritter bei der WM

Am Samstag Abend konnte das vereinte Fußball Deutschland wieder bis spät in die Nach feiern. Das Sommermärchen von 2006 hat sich wiederholt. Erneut gelang es der Deutschen Mannschaft bei der Fußball WM bis zum kleinen Finale unter die besten 4 Mannschaften zu gelangen und das letzte Spiel schließlich sogar zu gewinnen. Die Nationalspieler wurden im Anschluss an das Spiel feierlich mit einer Bronzemedaille geehrt.

Es war ein Spiel, das alles enthielt, was zu einen spannenden Fernsehabend gehört. Emotionen wie Freude und Trauer, Frust und Hoffnung flammten immer wieder angesichts des der insgesamt 5 Tore im Spiel auf. Zunächst lag Deutschland in Führung, jedoch konnte Uruguay noch vor der Halbzeit mit einem Anschlusstor zum 1:1 aufholen. Danach ging schließlich sogar Uruguay mit 2:1 in Führung. Die Fans waren geschockt und glaubten bereits das Spiel sei verloren. Doch diese junge deutsche Nationalmannschaft schaffte es erneut das Spiel zu drehen. Sie holten zuerst das 2:2 und schließlich gelang der spätere Siegtreffer zum 3:2 für Deutschland.

Nicht vergessen sollte man auch die ennormen Startschwierigkeiten, mit denen Jogi Löw konfrontiert war. Zahlreiche Spieler waren verletzt und konnten nicht wie geplant spielen. Sogar die Frage um den Torwart war bis wenige Wochen vor der WM noch offen. Die Wahl viel schließlich auf Neuer, was sich im Nachinein als erstklassig erwiesen hat. Die Widrigkeiten waren wirklich zahlreich und wurden dennoch alle beeindruckend gemeistert. Sogar die Leitfigur Michael Ballack konnte wegen einer Verletzung nicht antreten. Eine WM ohne Michael Ballack? Viele fragten sich im Vorfeld, ob dies überhaupt funktionieren kann. Es kann, wie wir heute wissen.

Michael Ballack
Michael Ballack

Die sehr jungen Spieler bewiesen Teamgeist und Nerven und haben schließlich verdient gewonnen. Insgesamt war es eine sehr gute Leistung in dieser WM. Bei drei Spielen konnten die Deutschen jeweils 4 Tore schießen und gewannen zweimal 4:0 und einmal 4:1. Selbst Favoriten wie England oder Argentinien wurden von dieser Mannschaft ohne mit der Wimper zu zucken nach Hause geschickt. Alles in allem wird diese Fifa Fußball WM in Südafrika wohl noch einige Jahre in positiver Erinnerung bleiben und manchen Fan noch enger mit der deutschen Nationalmannschaft verbunden haben.

Die Kanzlerin nutzt die Euphorie des Sommermärchens

Deutschland ist nach einem weiteren überragenden WM Spiel im Halbfinale. Das Sommermärchen von 2006 geht weiter und scheint sich zu wiederholen. Unter den Top 4 ist die deutsche Nationalmannschaft bereits und es folgt nun das Finale oder zumindest das kleine Finale um den dritten Platz.  Mit einem grandiosen 4:0 Sieg verschaffte sich die deutsche Elf wieder weltweit großes Ansehen.

Von dieser allgemeinen Euphorie möchte wohl auch die sichtlich angeschlagene Kanzlerin profitieren. Es scheint zumindest kein Zufall, dass sich Angela Merkel gerade jetzt vor Kameras als Siegerin feiern lässt. War es möglicherweise ein geplanter Schachzug, um von der eigenen Unfähigkeit in Deutschland abzulenken?

In Südafrika wurde Angela Merkel zumindest herzlich von Präsident Jacob Zuma empfangen. Sie nutzte auch gleich die Möglichkeit für die erfolgreiche Ausrichtung der Fifa Weltmeisterschaft 2010 zu gratulieren. Schließlich wurde Angela Merkel noch die Ehre zu teil, das Spiel direkt neben Präsident Zuma anzusehen. Im allgemeinen Freudentaumel nach dem 4:0 Sieg bekam der sogar einen zarten Kuss auf die Wange von der deutschen Kanzlerin.

Jacob Zuma
Jacob Zuma

Es bleibt jedoch ein bitterer Nachgeschmack, wenn man überlegt, was sich Angela Merkel in den letzten Wochen alles erlaubt hat. Eigentlich hat die Kanzlerin kaum ein Fettnäpfchen ausgelassen und konnte nicht einmal in den eigenen Reihen für Ordnung sorgen. Da ist so ein Fußballspiel mit Medienpräsenz doch genau die richtige Werbung für eine Kanzlerin mit Herz? So mag man wohl glauben, Selbstjustiz ist aber überzeugt, dass dieser Kurztrip nach Südafrika ein geschickter Schachzug war, um von der eigenen Inkompetenz in der Politik abzulenken.