Hamburgs CDU Bürgermeister Ole von Beust tritt zurück

Die Rücktrittswelle in der CDU hört nicht auf. Nach zahlreichen Ministerpräsidenten, die den Rückzug erklärten und einem gescheiterten CDU Bundespräsidenten wirft nun auch Hamburgs CDU Bürgermeister Ole von Beust hin. Für Angela Merkel wird die Luft immer dünner. Es ist wie ein Fluch, der seit einigen Monaten auf Ihr lastest. Während Sie sich in diesen Tagen noch in China staatsmännisch gibt und die antike Terrakotta Armee besucht hat, fallen Ihre eigenen “Soldaten” in der Politik reihenweise um.

Bereits vor der offiziellen Rücktritterklärung am Sonntag, sickerte das Gerücht um die Aufgabe des Hamburger Bürgermeister Ole von Beust durch. Zunächst wurde spekuliert, es hänge mit einem Bürgerentscheid zusammen, der sich mit der 4 bzw. 6 jährigen Grundschulregelung befasste. Von Beust wies dies in seiner Erklärung jedoch zurück. Auch wenn er und sein Gefolge eine andere Auffassung vertraten, als die Bürgerorganisation, sei dies nicht der Ausschlaggeber für seinen Rücktritt.

Offiziell begründet Ole von Beust seinen Rückzug aus der Politik noch in diesem August mit privaten Gründen. “Alles hat seine Zeit.” Er versuchte seine Position zu stärken, indem er es als löblich darstellte, wenn ein Politiker selbst erkennt, wann es Zeit ist aufzuhören. Selbstjustiz sieht das deutlich kritischer und empfindet Amtsmüdigkeit als die neue CDU-Krankheit. Offensichtlich brodelt es hinter den Kulissen gewaltig. Wer kann, der geht und zieht sich aus der Verantwortung.

Ole von Beust
Ole von Beust wird bald viel Zeit zum Zeitung lesen haben

Ole von Beust ist inzwischen einer von vielen. Beinahe könnte man den Überblick verlieren, so zahlreich sind im Jahr 2010 die Rücktrittsmeldungen. Besonders die CDU unter der Führung von Angela Merkel ist davon betroffen. Das kann kein Zufall sein und wie es aussieht, verlassen die ersten Ratten das sinkende Schiff. Ob die Kapitänin Merkel bis zum Schluss bleibt, bis das Schiff CDU mit ihr endgültig untergegangen ist?

Nichtraucherschutz in Bayern gestärkt, zieht der Bund jetzt mit?

Aufatmen für die Nichtraucher in Bayern. Bei einem Volksentscheid wurden die bisher zahlreichen Ausnahmen des Rauchverbots in Bayern gekippt. Ab 01.08.2010 gibt es in Bayern das strikteste Rauchverbot Deutschlands. Dieses Ergebnis sorgt für neuen Zündstoff in der jahrelangen Diskussion um Nichtraucherschutz. Kommt nun dieses strikte Rauchverbot ohne Ausnahmen in ganz Deutschland?

Die bisherige Regelung entspricht einem Flickenteppich. Jedes Bundesland hat im Detail andere Ausnahmeregelungen geschaffen. Es fehlt eine gemeinsame verbindliche Richtung, die man sich auf Bundesebene wünscht. Auf Länderebene wird sich dabei aber vermutlich nichts ändern, sofern keine bundeseinheitliche Regelung für ein einheitliches Rauchverbot kommt.

In Bayern ist man unterdessen sehr zufrieden. Die Mehrheit der Politik begrüßt diese Volksentscheidung. Ministerpräsident Horst Seehofer betonte, er sei nach über 5 Jahren Hin und Her mit diesem sauber befriedeten Ausgang hochzufrieden. Auch der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder sieht das neue Rauchverbot als „gute Entscheidung“.

Zigaretten
Das Ende der Zigaretten in der Öffentlichkeit?

Massiven Protest gibt es nur vom Hotel- und Gaststättenverband. Einzelne Gastronomen befürchten Umsatzrückgänge von bis zu 30%. Der bayerische Sonderweg wird als zu radikal gesehen. Eine Lösung nach Maß und Verstand wäre der Wunsch gewesen, die nun leider nicht mehr realisierbar ist.

Aus Nichtrauchersicht fragt man sich dennoch, warum es 5 Jahre gedauert hat, bis man in Bayern eine gesundheitlich einwandfreie Lösung gefunden hat. Noch verwirrender ist, dass man diese Regelung nicht von Berlin aus auf Bundesebene durchsetzen kann oder will. Selbstjustiz hält das Vorgehen der Länder für nicht mehr zeitgemäß. Warum muss jeder Gesundheitsminister auf Landesebene ein eigenes Süppchen kochen? Das kostet unnötige Zeit und Geld und verärgert Verbraucher wie Gastronomen, denn nichts ist ungerechter als harte Regeln in einem Land und weiche Regeln im anderen.

RWE erhöht Stompreise, die schamlose Abzocke der Verbraucher

Es ist unglaublich und sorgt für erregte Gemüter: Deutschlands zweitgrößter Stromanbieter RWE wird trotz Milliardengewinnen erneut die Preise erhöhen. Erneut fühlen sich die Verbraucher betrogen. Selbstjustiz meint, es ist eine schamlose Abzocke, die an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten ist. Nach RWE Angaben werden die Preise um ganze 7,3 Prozent angehoben. Das sind netto 1,5 Cent mehr je Kilowattstunde. Das klingt vergleichsweise harmlos, bedeutet aber für einen 4 Personen Haushalt mit einigen tausend Kilowattstunden jährlich erhebliche finanzielle Mehrbelastungen.

RWE
RWE macht Gewinne in Milliardenhöhe

Beinahe 2 Millionen Verbraucher sind betroffen und es werden immer mehr. Zuvor hatten bereits mehrere kleinere Stromanbieter teils deutlich die Preisschraube nach oben gedreht. Alleine im ersten Halbjahr 2010 haben schon rund die Hälfte der Stromanbieter die Preise erhöht. Es ist die Willkür der mächtigen Stromkonzerne, die eine Welle der Preiserhöhungen auslösen. Die Verbraucher sind machtlos und müssen diese Abzocke hinnehmen. Einen Ausweg gibt es kaum, schließlich möchte niemand auf den Luxus Strom verzichten.

Tatsächlich sind die Stromkosten für die Unternehmen vergleichsweise billig. Der Strom wird auf der Strombörse noch sehr günstig gehandelt, jedoch werden diese Preise nicht an die Endkunden weiter geben. Im Gegenteil, jeder Grund der nur den Ansatz einer Rechtfertigung für Preiserhöhungen gibt, wird schamlos genutzt. Die Preisspirale wird sich scheinbar nicht aufhalten lassen. Experten sehen langfristig den Trend klar nach oben gehen. Wird Strom irgendwann nur noch für die Reichen bezahlbar sein?

Aktuell kann Verbrauchern nur geraten werden die Preise genau zu vergleichen. Ein Wechsel des Anbieters kann mehrere hundert Euro sparen. Aber Achtung, auch hier lauern Gefahren. Lassen Sie sich nicht auf Verträge ein, die eine Laufzeit von 12 oder 24 Monaten haben. Eine zu starke Bindung an einen bestimmten Anbieter kann durch die ständigen Preiserhöhungen am Ende teurer werden, als Sie zuvor einkalkuliert haben.

Sorge um Opel…. und täglich grüßt das Murmeltier

Vor über einem Jahr machte Opel über Monate Schlagzeilen. Der Mutterkonzern General Motors war kurz vor der Pleite und brachte auch das deutsche Traditionsunternehmen Opel ordentlich in Turbolenzen. Staatshilfen und Garantien wurden lange diskutiert. Es gab Übernahmespekulationen von verschiedenen Investoren und Konkurrenten wie Magna oder Fiat.

Die erhoffte Staatshilfe aus dem sogenannten Deutschlandfons ist nun geplatzt. Wirtschaftsminister Reiner Brüderle gab heute bekannt, dass er gegen die Finanzspritze bei Opel durch den deutschen Staat entschieden habe. Die unvorstellbare Summe von 1,1 Milliarden Euro stand im Raum, welche die Konzernmutter General Motors beantragt hatte. Der Hintergrund dazu liegt offensichtlich in der überraschend starken Erholung des amerikanischen GM Konzerns, der bereits im ersten Quartal wieder fast 1 Milliarde Dollar Gewinn einfahren konnte.

Aus den politischen Reihen gingen weitere Argumente herum, bei denen es hieß, Opel habe bereits vor der Krise Misswirtschaft betrieben.  So seien die akute Wirtschaftslage und die Finanznöte eine Folge aus früheren Fehlentscheidungen und jahrelanger Misswirtschaft an der Konzernspitze. Inzwischen hat Opel nur noch einen Anteil von rund 7% am Markt in Deutschland. Viel zu wenig für 4 große Standorte, die teilweise unter 40% Auslastung liegen und somit nicht mehr ausreichend gewinnorientiert arbeiten können. Es wird wohl darauf hinaus laufen, dass die Hälfte der Werke schließen muss. Tausende Arbeitsplätze in Deutschland sind in großer Gefahr. Die Politik schaut zu und lässt Familien in den Ruin treiben. Reiner Brüderle bleibt hart.

Reine Brüderle
Reine Brüderle

Die Zukunft der Traditionsmarkte ist weiter ungewiss. Momentan muss Opel deutlich schlanker und effizienter werden. Eine Schließung von einem oder gar zwei Standorten scheint unausweichlich. Doch was passiert, wenn die Nachfrage wieder steigt? Wahrscheinlich würden dann neue Produktionsmöglichkeiten in Osteuropa geschaffen. Die deutsche Wirtschaft stirbt aus, Selbstjustiz ist besorgt um tausende Familien und Schicksale.

Angela Merkel und Guido Westerwelle enthüllen 80 Milliarden Sparpaket

Nach mehrtätigen Beratungen hat die Bundesregierung das lange umkämpfte 80 Milliarden schwere Sparpaket enthüllt. Angela Merkel und Guido Westerwelle erklärten sich im Rahmen einer Pressekonferenz über die beschlossenen Maßnahmen und Auswirkungen für die Bürger.

Angela Merkel spricht von einem “einmaligen Kraftakt”. In der möglicherweise schwierigsten Woche Ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin muss Sie den Bundesbürgern erklären, wo gespart werden muss und warum. Merkels Ruf wurde in den letzten Wochen ohnehin bereits stark geschwächt, als Horst Köhler zurück trat und ihr nominierter potenzieller Nachfolger Christian Wulff für starke Diskussionen sorgte.

Angela Merkel
Angela Merkel

Vizekanzler Guido Westerwelle verkaufte das Sparpaket als ausgewogen fair und gerecht und betonte, dass es keine Erhöhungen bei der Einkommenssteuer und Mehrwertsteuer geben werde. Gleichzeitig ergänzte er, die Deutschen hätten in den letzten Jahren über Ihre Verhältnisse gelebt. Was bis hierher noch logisch und nachvollziehbar klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Mogelpackung. Eine Mogelpackung, bei der vor allem die sozial Schwächsten geschröpft werden. Die Opposition geht bereits auf die Barrikaden. SPD-Chef Siegmar Gabriel bezeichnet das umstrittene Sparpaket als “Dokument des Versagens”.

Tatsächlich müssen vor allem die schwächsten der Gesellschaft die härtesten Einschnitte hinnehmen. Insbesondere Hartz4 Empfänger und Rentner werden die größten Einschnitte hinnehmen müssen. So wird für Hartz4 Empfänger das Elterngeld komplett gestrichen. Das bedeutet drastische Kürzungen um bis zu 40% bei den monatlichen Einkünften junger Eltern.  Der Renten- und Heizkostenzuschuss für Hartz4 Empfänger wird ebenfalls gekippt. Es wird zukünftig keine Sonderzahlungen mehr für Hartz4 Empfänger geben.

Wie weit kann eine Bundesregierung gehen, wenn nun die ärmsten der Armen im Stich gelassen werden? Kein Heizkostenzuschuss für Hartz4 Empfänger bedeutet im schlimmsten Fall frieren bei klirrender Kälte. Die Streichung der Rentenzuschüsse von 40 Euro pro Leistungsempfänger, bedeutet Altersarmut, da die Zeiten, in denen ALG2 bezogen wird, künftig beitragsfrei sein werden. Ist das gerecht? Guido Westerwelle hält dies für gerecht, Selbstjustiz nicht. Wer bei Hartz4 Empfängern spart, aber bei den Vermögenden nicht einen Euro mehr abzieht, ist ein Staat der sich nur noch nach den Bedürfnissen der Oberschicht richtet und den kleinen Mann im Stich lässt.

Bürger bluten für die Sparpläne der Bundesregierung

Der Gürtel muss enger geschnallt werden. Die Bundesregierung will für die nächsten Jahre ein gigantisches Sparpaket schnüren. Unvorstellbare 10 Milliarden Euro müssen jährlich im Haushalt des Bundes eingespart werden. Das erfordern der Euro-Stabilitätspakt sowie die ab 2011 gesetzlich verankerte Schuldenbremse.

10 Milliarden Euro fallen nicht einfach vom Himmel, weshalb der Rotstift eingesetzt wird. Die Bürger müssen mal wieder bluten und für das bezahlen, was durch die Unfähigkeit der Politik zu Stande gekommen ist. Auch zahlreiche Arbeitsplätze beim Staat werden gestrichen. So sollen mindestens 10.000 Stellen bei der Bundesverwaltung wegfallen und die Bundesweher um etwa 100.000 Mann verkleinert werden. Was dabei häufig vergessen wird ist, dass damit 100.000 Arbeitsplätze von Berufssoldaten verloren gehen.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Gutenberg ist ohnehin der erste Bundesminister, der den Sparauftrag der Bundesregierung ernst nimmt und streicht, was nur irgendwie zu streichen ist. So will er neben dem Verzicht auf 100.000 Soldaten sogar die Wehrpflicht übergangsweise aussetzen oder komplett abschaffen. Auch Standortschließungen bei kleineren Kasernen hält zu Guttenberg für unvermeidbar. Ziel dieses harten Sparkurses sind etwa 1 Milliarde Euro Einsparungen im Wehretat der Bundesregierung. Finanzminister Schäuble hatte zuvor dieses Ziel von zu Guttenberg verlangt.

Karl-Theodor zu Guttenberg
Karl-Theodor zu Guttenberg

Finanzminister Wolfgang Schäuble zieht in diesen Tagen die Strippen und gibt vor, was die Bundesregierung schaffen muss. Gerüchte die Mehrwertsteuer und / oder die Einkommenssteuer zu erhöhen, dementiert er aktuell noch. Es werde aber geprüft die zahlreichen Ausnahmen bei der Mehrwertsteuer, bei denen nur 7% statt 19% anfallen teilweise aufzuheben. Doch auch hier zahlt der kleine Mann die Zeche, denn wenn beispielsweise auf Lebensmittel zukünftig 19% statt 7% Mehrwertsteuer anfallen, würde der nächste Einkauf im Supermarkt auf einen Schlag erheblich teurer.

Wolfgang Schäuble
Wolfgang Schäuble

Auch bei den Subventionen soll kräftig der Rotstift angesetzt werden. So plane man die Pendlerpauschale komplett zu streichen, was etwa 2,5 Milliarden Euro zusätzlich in die Haushaltskasse spülen würde. Sogar eine Ausweitung der Maut wird überlegt, bis hin zu einer möglichen Maut für PKW, wie es etwa schon in Österreich üblich ist. Die Absetzbarkeit der Handwerkerrechnungen steht genauso auf der Kippe wie die Steuerbefreiung für Zuschläge bei Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit.

Die Linkspartei reagiert auf diese wilden Sparpläne mit heftiger Kritik. Sie wirft Angela Merkel sogar Wahlbetrug vor. Angela Merkel müsse sich selbst eingestehen, dass Sie die Wähler betrogen hat. Noch vor der Wahl betonte Merkel immer wieder, dass Sie mit der FDP keinen Sozialabbau leisten werden. Genau dies scheint sich nun aber zu bewahrheiten. Was auch immer die Bundesregierung in diesen Tagen beschließen wird, die Auswirkungen werden insbesondere die Bürger treffen, während sich die Politiker weiterhin die Diäten erhöhen und abstruse Altersbezüge genehmigen. Selbstjustiz fordert gleiche Einsparungen für alles. Es kann nicht sein, dass nur wieder beim kleinsten Glied der Kette die Auswirkungen zu spüren sind.

Der Euro im freien Fall, niedrigster Kurs seit 4 Jahren

Es scheint, als lasse uns Bundespräsident Horst Köhler im denkbar ungünstigsten Zeitpunkt im Stich. Deutschland befindet sich in einer tiefen Krise. Sorgen und Ängste, die sich mittlerweile in ganz Europa ausbreiten. Der Schock über den Rücktritt des Bundespräsidenten ist noch nicht verdaut, da gibt es neue Sorgenfalten durch den freien Fall des Euro.

Innerhalb von nur einer Stunde!!! sank der Kurs des Euro um mehr als einen Prozent nach unten. Ein neuer Negativrekord ist der niedrigste Kurs seit 4 Jahren und die am längsten anhaltende Talfahrt von nun schon 6 Monaten. Das bedeutet der Euro verliert sein einem halben Jahr kontinuierlich an Wert und zuletzt mit einer solchen Geschwindigkeit, dass es in den Augen vieler Anleger Besorgnis erregend ist.

Illustration Euro Crash
Illustration Euro Crash

Sind die Banken mal wieder schuld? Als Ursache für den erneuten heftigen Wertverlust wird ein Bericht der EZB gesehen, in dem von noch etlichen lauernden  Risiken in den Bilanzen der Banken die Rede ist. Im Zuge dieser europaweiten Krise werden außerdem immer mehr europäische Staaten im Rating herabgestuft. Nach der letzten Herabstufung Spaniens vergangener Woche, könnte nun Frankreich folgen. Selbst in der französischen Politik betrachtet man es inzwischen als Herausforderung eine solche Herabstufung Frankreichs zu verhindern.

Für den einzelnen Bürger wird es aufgrund des immer weiter sinkenden Euros zunehmend schwerer die Ersparnisse zu sichern. Es sollte jeder für sich selbst entscheiden, welche Anlageform für Kapitalvermögen gewählt wird. Es ist aufgrund der weltweiten Krise jedoch sehr ratsam nicht nur in Papiergeld zu investieren, sondern möglichst breit zu streuen. Ein Mix aus Sparanlagen, Aktien, Gold und Silber sowie Immobilien wäre wahrscheinlich die langfristig sicherte Variante.

Wer jedoch jetzt erst vorsorgen will, hat es schwer. Edelmetalle wie Gold oder Silber sind bereits viel zu teuer und könnte nach einer Erholung des Euros auch wieder deutlich an Wert verlieren. Wer genügend Reserven hat, kann in Immobilien investieren, da es hier momentan noch zahlreiche Schnäppchen gibt und man hier langfristig am meisten verdienen kann.

Es bleibt das Fazit, dass der kleine Mann mal wieder auf der Strecke bleibt und nur die Unternehmer das nötige Kapital haben, um jetzt noch sicher in Immobilien oder andere hochpreisige und wertstabile Sachwerte zu investieren. Es scheint in jedem Fall sicher, dass uns die Regierungen nur Lippenbekenntnisse geben und niemand den Mut hat klar auszusprechen, dass der Euro nicht mehr lange Bestand haben wird.

Was würde passieren, wenn der Euro über Nacht entwertet und durch eine Währungsreform nicht mehr das Papier wert wäre, auf dem er gedruckt wurde? Es ist schwer vorzustellen, wahrscheinlich würde es europaweit zu einer Selbstjustiz der Bürger und Massenprotestaktionen führen. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht so weit kommen wird.

Zweiklassen Justiz? Ehemaliger SPD Politiker Tuss bekommt nur Bewährungsstrafe für Kinderpornos.

Die Verurteilung des ehemaligen SPD Politikers Jörg Tuss zu einer Bewährungsstrafe ist ein Skandal für die deutsche Justiz. Dem Politiker konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass er über einen Zeitraum von zwei Jahren über 200 Kinderpornos gesammelt hatte. Die vom Landgericht Karlsruhe verhängte Strafe von 15 Monaten auf Bewährung ist in den Augen von Selbstjustiz blanker Hohn.

Jörg Tuss, der inzwischen aus der SPD ausgetreten ist und nun der fragwürdigen Piratenpartei angehört will trotz der vergleichsweise harmlosen Urteils noch Berufung einlegen. Seinen Ausführungen zu Folge habe er sich das Material nur beschafft um nachzuweisen, welche Verbreitungsege  es bei der  Kinderpornografie zwischenzeitlich gibt. Eine äußerst dürftige und zweifelhafte Ausrede, wie Selbstjustiz meint.

Was ist das für eine Deutschland, wenn Steuersünder oftmals für Jahre veruteilt werden und selbst eherenhafte Bürger in das Gefägnis müssen, aber Politiker, die Kinderpornos besitzen auf freiem Fuß bleiben? Kinder sind schutzlos und das schwächste Glied unserer Gesellschaft. Es gibt in unseren Augen kein schlimmeres Verbrechen, als sich an Kindern zu vergehen. Dabei sind insbesondere Kinderpornos die größte Schandtat, die ein Mensch begehen kann.

Jörg Tuss Kinderpornos
Jörg Tuss wurde verurteilt wegen Kinderpornos

Auch der Besitz von Kinderpronis ist da keinesfalls besser. Wer Kinderpornos in welcher Form auch immer unterstützt oder gar fördert, gehört genauso hart bestraft und in das Gefängnis, wie der Kinderschänder selbst. Es ist scheinbar an der Tagesordnung, dass die Täter wichtiger als die Opfer sind. Es wird auf Staatskosten therapiert und dann werden diese gestörten Menschen wieder auf kleine Kinder losgelassen. Wiederholungstäter? Keine Ausnahme! Sehr oft werden angeblich austherapierte Kinderschänder kurze Zeit später rückfällig und vergehen sich an weiteren Kindern.

Selbstjustiz verlangt eine härtere Bestrafung für solche Sexuellen Monster und dazu zählt Selbstjustiz auch den feinen Herrn Tuss, der jetzt sogar noch die Frechheit besitzt in Berufung zu gehen. Die einzige Genugtung ist, dass der Ruf durch das Publik machen in den Medien und auch im Selbstjustiz Blog den Ruf dieses Politikers wohl endgültig in das Licht rücken wird, das ihm gebührt.

Dieser Fall ist ein weiteres Beispiel für das Versagen unserer Politik und leider oft auch der Justiz. Ein Politiker sollte als Vorbild unserer Gesellschaft und Vertreter des Volks im Parlament ungleich höher bestraft werden, als ein “einfacher Mann”. In Deutschland ist es jedoch genau umgekehrt. Wer mehr Einfluss hat wird meist gar nicht verurteilt oder wenn, dann nur für eine lachhafte Bewährungsstrafe.

Verbraucher sind verunsichert – ist der Euro bald wertlos?

Nach einer aktuellen Konsumklima Untersuchung fürchten die Verbraucher vermehrt die Inflation und ein Weichwerden des Euro. Selbst die totale Geldentwertung spielt in den Köpfen der Deutschen einer immer wichtigere Rolle. Was vor wenigen Monaten noch völlig utopisch galt ist angesicht der Hilflosigkeit und offensichtlichen Überforderung der Politik immer aktueller. Eine ernstzunehmende Gefahr, die sich wie ein schleichendes Gift immer mehr bewahrheiten könnte.

Neben der Sorge um die Rücklagen und Ersparnisse gingen auch die Erwartungen an die Lohnentwicklungen deutlich zurück. Die Gefahr ist groß, dass dem einzelnen Bürger unter dem Strich am Monatsende immer weniger bleibt. Überschuldung und der Verlust von Immobilien wäre die Konsequenz. Eine mögliche  Selbstjustiz in den Köpfen der Bürger scheint ebenfalls immer wahrscheinlicher. Wann gehen die ersten Menschen auf die Straße? Kommt es zu Massendemonstrationen gegen die Unfähigkeit der Politik und das Spiel mit dem Freuer? Die EZB betreibt momentan nur Schadensbegrenzung. Auch hier ist man scheinbar mit der Entwicklung des Euro und der immer größer werdenen Überschuldung der einzelnen Eurostaaten scheinbar völlig überfordert.

Politik EZB
Die europäische Zentralbank

Wenn selbst die Experten hilflos sind, was macht dann der Durchschnittsdeutsche? Wohin mit dem Geld (falls denn überhaupt noch Ersparnisse vorhanden sind)? Die Flucht in Gold oder Silber ist kaum noch möglich, da auch hier eine Blase entstanden ist und jederzeit der völlig überzeichnete Kurs deutlich einbrechen kann. Was passiert wenn die Staaten Ihre Goldreserven verkaufen, um frisches Kapital zu bekommen? Es wäre viel zu riskant, größere Summen in diese Unsicherheit zu geben und darauf zu hoffen, dass Gold der retttende Engel ist.

Was bleibt ist die Ungewissheit und Verunsicherung der Verbraucher. Niemand kann wirklich voraussehen, wie sich die Dinge entwickeln werden. Möglicherweise zahlen wir in 10 Jahren noch mit dem Euro, doch was kann ein Hemd dann kosten? 1000 Euro oder noch mehr? Möglich ist es, wenn es nicht zuvor bereits eine Währungsreform gab und jedes Euroland wieder eine einzelne unabhängige Währung bekommen hat.

Beteiligen Sie sich aktiv bei Selbstjustiz und hinterlassen Sie einen Kommentar mit Ihrer Meinung.

Roland Koch tritt zurück – das Aus für Merkel und Co?

Die Meldung des Tages ist eine absolute Sensation und könnte für eine politische Wende in Deutschland sorgen. Hessens Ministerpräsident Roland Koch ist völlig überraschend und ohne wirklich nachvollziehbaren Grund von allen Ämtern zurück getreten. Angela Merkel, die sich gerade in den Golf-Staaten die erste CO2-freie Stadt zeigen lies, hat nun einen herben Dämpfer bekommen. Zuvor brodelte es bereits zwischen Roland Koch und Angela Merkel wegen parteipolitischer Uneinigkeit und den Finanzplänen Kochs in Hessen.

Selbstjustiz in der CDU
Roland Koch

Die Spekulationen über die Fortsetzung der Politik in Hessen mit der CDU werden durch die überraschende Wendung weiter angeheizt. Ausgrechnet ein Mann wie Roland Koch, der in den vergangen Jahren um keinen Preis der Welt seinen “Chefsessel” in der Landespolitik räumen wollte, geht nun derart eingenmächtig vor. Mehrere Skandale und der Spitzname “Lügenbeutel” zeichneten ihn in der Vergangenheit aus.

Fraglich bleibt auch die Auswirkung auf die CDU im gesamten Deutschland. Die einzige Führungspersönlichkeit Angela Merkel hat sich in den letzten Wochen und Monaten immer weiter zur Witzfigur degradiert und sorgte unlängst europaweit für Spott und Häme, als Sie eine sehr eigenwillige Politik betrieb. Eine neue eiserne Lady, die möglicherweise in die Geschichte eingeht als Gallionsfigur einer sinkenden Partei?

Selbstjustiz bittet um Ihre Mithilfe: Was halten Sie davon? Nur wer seine Meinung offen und ehrlich äußert kann dazu beitragen, dass ein Ruck durch Deutschland geht und die Politik und Gesellschaft aufwacht.