Zweiklassen Justiz? Ehemaliger SPD Politiker Tuss bekommt nur Bewährungsstrafe für Kinderpornos.

Die Verurteilung des ehemaligen SPD Politikers Jörg Tuss zu einer Bewährungsstrafe ist ein Skandal für die deutsche Justiz. Dem Politiker konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass er über einen Zeitraum von zwei Jahren über 200 Kinderpornos gesammelt hatte. Die vom Landgericht Karlsruhe verhängte Strafe von 15 Monaten auf Bewährung ist in den Augen von Selbstjustiz blanker Hohn.

Jörg Tuss, der inzwischen aus der SPD ausgetreten ist und nun der fragwürdigen Piratenpartei angehört will trotz der vergleichsweise harmlosen Urteils noch Berufung einlegen. Seinen Ausführungen zu Folge habe er sich das Material nur beschafft um nachzuweisen, welche Verbreitungsege  es bei der  Kinderpornografie zwischenzeitlich gibt. Eine äußerst dürftige und zweifelhafte Ausrede, wie Selbstjustiz meint.

Was ist das für eine Deutschland, wenn Steuersünder oftmals für Jahre veruteilt werden und selbst eherenhafte Bürger in das Gefägnis müssen, aber Politiker, die Kinderpornos besitzen auf freiem Fuß bleiben? Kinder sind schutzlos und das schwächste Glied unserer Gesellschaft. Es gibt in unseren Augen kein schlimmeres Verbrechen, als sich an Kindern zu vergehen. Dabei sind insbesondere Kinderpornos die größte Schandtat, die ein Mensch begehen kann.

Jörg Tuss Kinderpornos
Jörg Tuss wurde verurteilt wegen Kinderpornos

Auch der Besitz von Kinderpronis ist da keinesfalls besser. Wer Kinderpornos in welcher Form auch immer unterstützt oder gar fördert, gehört genauso hart bestraft und in das Gefängnis, wie der Kinderschänder selbst. Es ist scheinbar an der Tagesordnung, dass die Täter wichtiger als die Opfer sind. Es wird auf Staatskosten therapiert und dann werden diese gestörten Menschen wieder auf kleine Kinder losgelassen. Wiederholungstäter? Keine Ausnahme! Sehr oft werden angeblich austherapierte Kinderschänder kurze Zeit später rückfällig und vergehen sich an weiteren Kindern.

Selbstjustiz verlangt eine härtere Bestrafung für solche Sexuellen Monster und dazu zählt Selbstjustiz auch den feinen Herrn Tuss, der jetzt sogar noch die Frechheit besitzt in Berufung zu gehen. Die einzige Genugtung ist, dass der Ruf durch das Publik machen in den Medien und auch im Selbstjustiz Blog den Ruf dieses Politikers wohl endgültig in das Licht rücken wird, das ihm gebührt.

Dieser Fall ist ein weiteres Beispiel für das Versagen unserer Politik und leider oft auch der Justiz. Ein Politiker sollte als Vorbild unserer Gesellschaft und Vertreter des Volks im Parlament ungleich höher bestraft werden, als ein “einfacher Mann”. In Deutschland ist es jedoch genau umgekehrt. Wer mehr Einfluss hat wird meist gar nicht verurteilt oder wenn, dann nur für eine lachhafte Bewährungsstrafe.

No Victory for Greece

Dr. Josef Ackermann zu Gast bei Maybrit Illner. Er bezweifelt öffentlich, dass die Griechen es schaffen werden, ihre Schulden zurück zu bezahlen. Damit gießt er Öl ins Feuer. Die Finanzmärkte teilen seine Meinung ohnehin – es glaubt keiner so wirklich daran, dass  sich wird retten können.

Josef Ackermann
Vorstandschef der Deutschen Bank

Dennoch ist quasi jeder Politiker davon überzeugt, dass man den Griechen helfen musste. Auch – und vor allem – die Banken teilen diese Einschätzung. Nicht ganz uneigennützig, versteht sich. Die meisten Banken, vor allem in Frankreich, haben hohe Bestände griechischer Staatspapiere und sind nicht daran interessiert, diese abzuschreiben.

Dr. Ackermann muss man zu Gute halten, dass er auch in dieser Krise mit seiner Bank wieder einmal keine Probleme hat. Er hat keine griechischen Staatspapiere – mit Ausnahme der Postbank, die ja eine Tochter der Deutschen Bank ist. Aber auch hier geht es nicht um Unsummen – diejenigen, die in Deutschland viele Staatspapiere der Helenen horten, sind vor allem diejenigen, die auch schon viele Schrott-Immobilienpapiere hatten und jetzt am Staatstropf hängen.

So langsam fragt man sich, womit die Deutsche Bank ihre Gewinne erwirtschaftet. Bei nahezu jeder Krise kann Josef Ackermann verkünden: Ja, bei uns ist das kein Problem. Trotzdem wird die Zielmarge von 25% Eigenkapitalrendite eingehalten – das ist angesichts der Turbulenzen erstaunlich.

Diese enormen Erfolge sind aber nicht nur Herrn Dr. Ackermann geschuldet. Es gibt vor allem einen starken Mann bei der Deutschen Bank, der das alles möglich macht: Anshu Jain. Er verdient mehr als sein Chef, ist aber kaum in den Medien präsent. Er ist das Genie hinter den Transaktionen, die das Investmentbanking der Deutschen Bank so nachhaltig profitabel gestalten.

Auch wenn Josef Ackermann oft provoziert: Kompentent ist der Mann – und seinen Job macht er ausgezeichnet.