Hamburgs CDU Bürgermeister Ole von Beust tritt zurück

Die Rücktrittswelle in der CDU hört nicht auf. Nach zahlreichen Ministerpräsidenten, die den Rückzug erklärten und einem gescheiterten CDU Bundespräsidenten wirft nun auch Hamburgs CDU Bürgermeister Ole von Beust hin. Für Angela Merkel wird die Luft immer dünner. Es ist wie ein Fluch, der seit einigen Monaten auf Ihr lastest. Während Sie sich in diesen Tagen noch in China staatsmännisch gibt und die antike Terrakotta Armee besucht hat, fallen Ihre eigenen “Soldaten” in der Politik reihenweise um.

Bereits vor der offiziellen Rücktritterklärung am Sonntag, sickerte das Gerücht um die Aufgabe des Hamburger Bürgermeister Ole von Beust durch. Zunächst wurde spekuliert, es hänge mit einem Bürgerentscheid zusammen, der sich mit der 4 bzw. 6 jährigen Grundschulregelung befasste. Von Beust wies dies in seiner Erklärung jedoch zurück. Auch wenn er und sein Gefolge eine andere Auffassung vertraten, als die Bürgerorganisation, sei dies nicht der Ausschlaggeber für seinen Rücktritt.

Offiziell begründet Ole von Beust seinen Rückzug aus der Politik noch in diesem August mit privaten Gründen. “Alles hat seine Zeit.” Er versuchte seine Position zu stärken, indem er es als löblich darstellte, wenn ein Politiker selbst erkennt, wann es Zeit ist aufzuhören. Selbstjustiz sieht das deutlich kritischer und empfindet Amtsmüdigkeit als die neue CDU-Krankheit. Offensichtlich brodelt es hinter den Kulissen gewaltig. Wer kann, der geht und zieht sich aus der Verantwortung.

Ole von Beust
Ole von Beust wird bald viel Zeit zum Zeitung lesen haben

Ole von Beust ist inzwischen einer von vielen. Beinahe könnte man den Überblick verlieren, so zahlreich sind im Jahr 2010 die Rücktrittsmeldungen. Besonders die CDU unter der Führung von Angela Merkel ist davon betroffen. Das kann kein Zufall sein und wie es aussieht, verlassen die ersten Ratten das sinkende Schiff. Ob die Kapitänin Merkel bis zum Schluss bleibt, bis das Schiff CDU mit ihr endgültig untergegangen ist?

Die Koalition untergräbt die Demokratie mit einem politischen Trick

Das heftig umstrittene Sparpaket, welches die Koalition von CDU und FDP kürzlich beschlossen hatte, sorgt erneut für Aufruhr in der Politik. Wie nun durchgesickert ist, wollen CDU und FDP das Gesetz ohne die Zustimmung des Bundesrates durchwinken. Nur ein kleiner Teil soll schließlich nur den Stimmen der Länder unterliegen.

Nötig ist dieser Weg, da SPD und Grüne strikt gegen das Sparpaket in der jetzigen Form sind und bei der Abstimmung in der Bundesversammlung ihr Veto setzen würden. Da in NRW gerade eine Minderheitsregierung aus rot / rot / grün gebildet wird, verlieren CDU und FDP die Mehrheit im Bundesrat. Das Sparpaket könnte gekippt werden, wenn es beim Bundesrat verabschiedet werden soll.

Offenbar hat man nun vorgesorgt und möchte das Gesetz nur noch im Bundestag durchwinken. Dieser politische Trick der Koalition ist ein Skandal und kann nicht mit dem demokratischen Grundsatz der Bundesregierung im Einklang stehen. SPD-Sozialexperte Otmar Schreiner hat bereits öffentlich seine Empörung ausgesprochen. Er warf der Regierung vor, mit diesem Vorhaben die parlamentarische Demokratie zu untergraben.

Selbstjustiz unterstützt ein solches Vorhaben keinesfalls. Was die Politik hier versucht, grenzt an Willkür und hat nichts mehr mit dem eigentlichen Sinn der Volksvertretung zu tun. Mit dem Sparpaket werden ohnehin überwiegend nur die schwächsten Glieder der sozialen Kette zur Kasse gebeten. Wo bleibt die Solidarität mit den Schwachen? Angela Merkel wird vermutlich in die Geschichte eingehen als die Kanzlerin der politischen Unfähigkeit.

Zapfenstreich für Horst Köhler – was hinterlässt der Bundespräsident?

Mit einem großen Zapfenstreich wurde heute Bundespräsident a.D. Horst Köhler verabschiedet. In Berlin hatte er zuvor auf Schloss Bellevue die Gelegenheit sich von allen Weggefährten und Mitarbeitern zu verabschieden.  Die Zeremonie verlief dabei streng nach Protokoll. Beim Zapfenstreich handelt es sich um eine militärische Ehrung, die in Deutschland Tradition hat.

Ein Staatsmann geht und es stellt sich die Frage was bleibt. Trotz der ehrenvollen Zeremonie war die Abdankung Köhlers alles andere als ehrenhaft. Er ist bislang der einzige Bundespräsident in Deutschland, der das Handtuch geworfen hat. Fast schon wie ein trotziges Kind hat er die Konsequenzen gezogen.  Mit sofortiger Wirkung, wie Köhler während der Pressekonferenz sichtlich verärgert betonte.

Horst Köhler
Horst Köhler

Köhler ist ein scheidender Präsident, der nicht aus der Politik kam. Seine Wurzeln hat er im Bankensektor.  Auch während seiner politischen Laufbahn nahm er immer Ämter ein, die im Finanzsektor verwurzelt waren. Unter anderem war er langjährig im Bundesfinanzministerium tätig. Noch bis zum Jahr 2004 war es als geschäftsführender Direkter des internationalen Währungsfonds tätig.

Nach seiner Ernennung zum Bundespräsidenten im Jahr 2004 sorgte er für gemischte Gefühle. Nie zuvor gab es einen Präsidenten, der aus der Wirtschaft und nicht aus der Politik kam. Dies stieß bei vielen Politiker und Verbänden auf herbe Kritik. Einige Gewerkschaften befürworteten jedoch die überraschende Wende der zuvor immer politischen Präsidenten.

Während seiner Amtszeit von insgesamt 6 Jahren gab es keine einschneidenden Taten oder Reden, die man mit Köhler in Verbindung bringen würde. Er viel in den vergangen Jahren hauptsächlich dadurch auf, dass er sich immer wieder mit mahnenden Worten für die Regulierung der Finanzmärkte aussprach und an die Vernunft der Banker und Spekulanten appellierte.

Regierung in der Krise, kommen die Neuwahlen?

Die Regierung in der Krise und es ist scheinbar kein Ende in Sicht. Wildsau und Gurkentruppe vertragen sich immer noch nicht, obwohl Kanzlerin Merkel
versucht hatte mit mahnenden Worten für Ruhe zu sorgen. Stattdessen eskaliert der Streit und die Unfähigkeit einzelner Politiker immer mehr.

Sogar der Spitzenkandidat für das Bundespräsidentenamt Christian Wulff sieht seinen eigentlich sicheren und komfortablen Wahlsieg gefährdet. Wohlweislich gibt es sein Amt als Ministerpräsident in Niedersachen erst auf, wenn er wirklich zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Zu peinlich wäre wohl die Schmach, wenn er vorzeitig alle Ämter niederlegt und schließlich die Wahl als Bundespräsident doch noch verlieren würde.

Doch die Sorge um einen Bundespräsidenten aus den Reihen der Union ist vergleichsweise gering, verglichen mit den weitaus größeren Turbolenzen in der Regierung. Angela Merkel und Guido Westerwelle sah man heute bereits an, was Sie bislang nur dachten aber nicht offen aussprechen wollten. Die Fortführung der Koalition scheint alles andere als sicher. Manch einer prophezeit bereits Neuwahlen.

Guido Westerwelle will davon zumindest offiziell nichts wissen. Er beteuert, er wolle um jeden Preis sein Amt als Vizekanzler und Bundesaußenminister behalten. Doch auch seine Person gerät zunehmend unter Kritik. Mancher FDP Politiker sieht die aktuellen Turbolenzen in der FDP als klares Versagen und Führungsschwäche von Guido Westerwelle. Es werden gar Rufe laut für eine Neubesetzung der FDP Führung.

Guido Westerwelle
Guido Westerwelle wackelt

Deutschland in der Krise? Die Sorgen um unser Land, die Politik und Gesellschaft lassen nicht nach. Neuwahlen  scheinen keine Utopie mehr zu sein. Doch das ist eigentlich noch das kleinere Übel. Was passiert, wenn sich die Krise in ganz Europa niederschlägt? Angela Merkel ist bereits als neue eiserne Lady verschrien und bei vielen EU-Politiker unten durch.

Es scheint, als wären Merkels Fehlentscheidungen in der Europa-Politik der Grundstein zu einer langen, persönlichen Niederlage, aus der sie so schnell nicht mehr heraus kommen wird. Nach dem Desaster um die Griechenlandkrise, den Euro-Rettungsschirm und nun das erheblich umstrittene Sparpaket, ist die gesamte Koalition ins Wanken geraten. Was kommt noch?

Selbstjustiz ist überzeugt, dass wir neue Köpfe brauchen. Merkel und Co haben keine Zukunft mehr. Was bleibt, wenn Wildsau und Gurkentruppe das Feld räumen? Öko Fuzzis und möchtegern Sozialdemokraten. Deutschland ist im tiefen Tal der Krise angekommen, aus dem nur noch ein Sommermärchen retten kann, was kaum noch zu retten ist.

Sorge um Opel…. und täglich grüßt das Murmeltier

Vor über einem Jahr machte Opel über Monate Schlagzeilen. Der Mutterkonzern General Motors war kurz vor der Pleite und brachte auch das deutsche Traditionsunternehmen Opel ordentlich in Turbolenzen. Staatshilfen und Garantien wurden lange diskutiert. Es gab Übernahmespekulationen von verschiedenen Investoren und Konkurrenten wie Magna oder Fiat.

Die erhoffte Staatshilfe aus dem sogenannten Deutschlandfons ist nun geplatzt. Wirtschaftsminister Reiner Brüderle gab heute bekannt, dass er gegen die Finanzspritze bei Opel durch den deutschen Staat entschieden habe. Die unvorstellbare Summe von 1,1 Milliarden Euro stand im Raum, welche die Konzernmutter General Motors beantragt hatte. Der Hintergrund dazu liegt offensichtlich in der überraschend starken Erholung des amerikanischen GM Konzerns, der bereits im ersten Quartal wieder fast 1 Milliarde Dollar Gewinn einfahren konnte.

Aus den politischen Reihen gingen weitere Argumente herum, bei denen es hieß, Opel habe bereits vor der Krise Misswirtschaft betrieben.  So seien die akute Wirtschaftslage und die Finanznöte eine Folge aus früheren Fehlentscheidungen und jahrelanger Misswirtschaft an der Konzernspitze. Inzwischen hat Opel nur noch einen Anteil von rund 7% am Markt in Deutschland. Viel zu wenig für 4 große Standorte, die teilweise unter 40% Auslastung liegen und somit nicht mehr ausreichend gewinnorientiert arbeiten können. Es wird wohl darauf hinaus laufen, dass die Hälfte der Werke schließen muss. Tausende Arbeitsplätze in Deutschland sind in großer Gefahr. Die Politik schaut zu und lässt Familien in den Ruin treiben. Reiner Brüderle bleibt hart.

Reine Brüderle
Reine Brüderle

Die Zukunft der Traditionsmarkte ist weiter ungewiss. Momentan muss Opel deutlich schlanker und effizienter werden. Eine Schließung von einem oder gar zwei Standorten scheint unausweichlich. Doch was passiert, wenn die Nachfrage wieder steigt? Wahrscheinlich würden dann neue Produktionsmöglichkeiten in Osteuropa geschaffen. Die deutsche Wirtschaft stirbt aus, Selbstjustiz ist besorgt um tausende Familien und Schicksale.

Wer wird Bundespräsident? Merkel verliert von der Leyen

Seit dem überraschenden Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler brodelte es gewaltig hinter den Kulissen der Politik. Nach dem anfänglichen Schock entbrannte sofort die Diskussion um einen möglichen Nachfolger Köhlers. Viel Zeit bleibt nicht, schließlich verlangt das deutsche Grundgesetz die Nachfolge innerhalb von nur 30 Tagen.

Tagelang galt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen als Favoritin von CDU und FDP. Sie war die klare Favoritin der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Doch die konservativen Köpfe in der CDU haben sich mal wieder gegen Angela Merkel durchgesetzt. Sie konnte ihre Kandidatin nicht durchsetzen und lässt erneut Führungsschwäche vermissen. Für Ursula von der Leyen sprach vor allem Ihre Popularität über die Parteigrenzen hinweg und einen großen Rückhalt und Sympathie aus der Bevölkerung.

Was schon beinahe besiegelt war, passt offensichtlich einigen CDU Parteimitgliedern nicht. Überraschend wurde heute Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff in einer eilig einberufen Pressekonferenz als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten nominiert. Christian Wulff ist anders als Horst Köhler ein absoluter Polit-Profi. Zwar hat er in den 90er Jahren zunächst mit einem Verlieren-Image zu kämpfen, konnte aber in den letzten Jahren deutlich zulegen und gilt seit 2003 als politische Größe in Niedersachsen. Zuvor musste er sich dem Medienprofi Gerhard Schröder im Rennen um das Amt des Ministerpräsiden in Hannover geschlagen geben. In den Augen vielen Kritiker ist Wulff aber nach wie vor ein Biedermann. Für Angela Merkel wäre Wulff jedenfalls kein bequemer Präsident und würde wohl wesentlich stärker in das politische Geschehen einwirken, als zuvor noch Horst Köhler.

Christian Wulff
Christian Wulff

Die Würfel sind noch nicht gefallen, denn noch ist Wulff nicht zum Bundespräsidenten gewählt worden. Auch die Opposition stellt einen Kandidaten für das höchste Amt Deutschlands. Beinahe zeitgleich mit der Nominierung von Christian Wulff sickerte der Namen des Kandidaten von SPD und Grünen durch. Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler  Joachim Gauck wird nominiert werden. Populär wurde Joachim Gauck als Bundesbeauftragter für die Stasi Unterlagen mit der sogenannten „Gauck-Behörde”. Gauck machte sich einen Namen als erstklassiger Redner und könnte als Bundespräsident also Akzente setzen. Weitgehend unbekannt ist dagegen, dass Joachim Gauck eigentlich Pfarrer ist. Ein eher ungewöhnliches Bild, ein Pfarrer als deutscher Bundespräsident?

Joachim Gauck
Der Pfarrer Joachim Gauck

Bundespräsident Köhler schmeißt hin – ein historisches Fiasko der Politik

Das gab es in der 60 jährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nie zuvor: Ein Bundespräsident schmeißt hin und beklagt den Respekt vor seiner Person. Was sich im ersten Moment wie ein verspäteter Aprilscherz liest, ist die bittere Wahrheit und gleichzeitig ein historisches Fiasko der Politik.

Bedeutet dies das endgültige aus für Merkel und Co? Was passiert mit einer Partei, wenn selbst der höchste Mann des Staates keine Perspektive mehr sieht und aufgibt?

Horst Köhler
Horst Köhler

Horst Köhler, der in seiner ersten Amtszeit als souveräner und fähiger Staatsmann gilt, hat nun scheinbar keinen anderen Ausweg als seinen Rücktritt gesehen. Die Aufgabe des wichtigsten Amtes in Deutschland wegen mangelndem Respekt seiner Person bzw. dem Präsidenten als solcher? Hintergrund war die Kritik an seinen Äußerungen in Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr.

Es stellt sich die Frage, ob ein Bundespräsident wegen öffentlicher Kritik das Recht hat, einfach hinzuschmeißen? Immerhin ist er eine Vorbildfunktion in seinem Amt und als Person für die gesamte Politik. Wo würden wir hinkommen, wenn die Bundeskanzlerin Angela Merkel, wegen jeder Kritik sofort Ihr Amt als Kanzlerin hinschmeißen würde?

Der möglicherweise in einer Kurzschlussreaktion gefällte Entschluss Köhlers könnte weitreichende Folgen für unser Land haben. Neben politischen Folgen im eigenen Land, leidet die Glaubwürdigkeit und Souveränität Deutschlands in der Außenpolitik. Diese Meldung wird in der ganzen Welt für aufsehen sorgen. Man erinnere sich nur an den plötzlichen Tod des polnischen Präsidenten, der weltweit für ein großes Echo gesorgt hatte. Der Unterschied hierzu ist, dass es in Polen ein Schicksalsschlag war und man in Deutschland politische Unfähigkeit als Ursache im Ausland sehen wird.

Das Ansehen der gesamten CDU, welche ohnehin schon unter einer schwächelnden Angela Merkel gelitten hat, wird zudem nachhaltig beschädigt werden. Eine Partei am Ende? Es fragt sich, wer unser Land überhaupt noch regieren kann. Nachdem die SPD bei der letzten Bundestagswahl die größe Schlappe seit deren Bestehen hinnehmen musste, könnte sich in naher Zukunft bei der ehemaligen größten deutschen Volkspartei CDU ein ähnliches Bild abzeichnen.

Grand Prix Siegerin Lena polarisiert in Politik und Gesellschaft

Die Nachricht des Tages ist der überraschende Sieg der 19 jährigen Schülerin Lena Meyer-Landrut beim Grand Prix in Oslo. Doch was bei vielen für pure Euphorie und Begeisterung sorgt, driftet bereits jetzt in Neid und Missgunst aus und spaltet sogar die Politik.

Lena ist mit Ihrer frischen, natürlichen und teilweise frechen Art einfach anders. Sie ist alles andere als schüchtern und polarisiert dadurch natürlich sehr stark. Obwohl die Medien wie beispielsweise die ARD titelten “Lena verzaubert Europa” ist bereits wenige Stunden nach dem fulminanten Sieg des Grand Prix herbe Kritik aufgetaucht. In zahlreichen Foren wird heftig diskutiert, ob dieses Mädchen nun ein positives oder negatives Licht auf Deutschland wirft.

Lena Meyer-Landrut
Lena Meyer-Landrut

Zahlreiche Kritiker und Neider stören sich offensichtlich auch an der fragwürdigen Figur Stefan Raab, der sich sehr häufig in den Vordergrund drängte und als eigentlichen Sieger feiern lies.  Stefan Raab steht bereits seit Jahren unter heftiger Kritik, da er sich öffentlich über Minderheiten und Randgruppen lustig macht und eine höchst fragwürdige Interpretation von Comedy im TV betreibt. Zahlreiche Gerichtsverfahren hat der übertriebene Grinsemann deshalb bereits hinter sich und es scheint nicht weniger zu werden.

Stefan Raab
Stefan Raab

Auch die Politik schaltete sich in den heutigen Rummel um Lena Meyer-Landrut ein. Auf ausdrücklichen Wunsch von Angela Merkel hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff heute höchstpersönlich um den Star für Oslo gekümmert. Der gebotene Empfang war erstaunlich staatsmännisch. Man hatte beinahe das Gefühl, dass hier nicht eine 19jährige Schülerin empfangen wird, sondern die Englische Queen.

Es bleibt trotz des insgesamt überwiegend positiven Bildes nach dem Grand Prix Sieg die Frage, ob die Verhältnissmäßigkeit hier noch gewahrt wurde. Insbesondere nachdem Angela Merkel den Empfang hier quasi zur Chefsache erklärte und Anordnungen gab. Fakt ist, dass stolze 9 Limousinen für Lena und Stefan Raab samt Gefolge bestellt wurde und der ganze Koloss von der Polizei samt Motorradstaffel eskortiert werden musste.

Zweiklassen Justiz? Ehemaliger SPD Politiker Tuss bekommt nur Bewährungsstrafe für Kinderpornos.

Die Verurteilung des ehemaligen SPD Politikers Jörg Tuss zu einer Bewährungsstrafe ist ein Skandal für die deutsche Justiz. Dem Politiker konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass er über einen Zeitraum von zwei Jahren über 200 Kinderpornos gesammelt hatte. Die vom Landgericht Karlsruhe verhängte Strafe von 15 Monaten auf Bewährung ist in den Augen von Selbstjustiz blanker Hohn.

Jörg Tuss, der inzwischen aus der SPD ausgetreten ist und nun der fragwürdigen Piratenpartei angehört will trotz der vergleichsweise harmlosen Urteils noch Berufung einlegen. Seinen Ausführungen zu Folge habe er sich das Material nur beschafft um nachzuweisen, welche Verbreitungsege  es bei der  Kinderpornografie zwischenzeitlich gibt. Eine äußerst dürftige und zweifelhafte Ausrede, wie Selbstjustiz meint.

Was ist das für eine Deutschland, wenn Steuersünder oftmals für Jahre veruteilt werden und selbst eherenhafte Bürger in das Gefägnis müssen, aber Politiker, die Kinderpornos besitzen auf freiem Fuß bleiben? Kinder sind schutzlos und das schwächste Glied unserer Gesellschaft. Es gibt in unseren Augen kein schlimmeres Verbrechen, als sich an Kindern zu vergehen. Dabei sind insbesondere Kinderpornos die größte Schandtat, die ein Mensch begehen kann.

Jörg Tuss Kinderpornos
Jörg Tuss wurde verurteilt wegen Kinderpornos

Auch der Besitz von Kinderpronis ist da keinesfalls besser. Wer Kinderpornos in welcher Form auch immer unterstützt oder gar fördert, gehört genauso hart bestraft und in das Gefängnis, wie der Kinderschänder selbst. Es ist scheinbar an der Tagesordnung, dass die Täter wichtiger als die Opfer sind. Es wird auf Staatskosten therapiert und dann werden diese gestörten Menschen wieder auf kleine Kinder losgelassen. Wiederholungstäter? Keine Ausnahme! Sehr oft werden angeblich austherapierte Kinderschänder kurze Zeit später rückfällig und vergehen sich an weiteren Kindern.

Selbstjustiz verlangt eine härtere Bestrafung für solche Sexuellen Monster und dazu zählt Selbstjustiz auch den feinen Herrn Tuss, der jetzt sogar noch die Frechheit besitzt in Berufung zu gehen. Die einzige Genugtung ist, dass der Ruf durch das Publik machen in den Medien und auch im Selbstjustiz Blog den Ruf dieses Politikers wohl endgültig in das Licht rücken wird, das ihm gebührt.

Dieser Fall ist ein weiteres Beispiel für das Versagen unserer Politik und leider oft auch der Justiz. Ein Politiker sollte als Vorbild unserer Gesellschaft und Vertreter des Volks im Parlament ungleich höher bestraft werden, als ein “einfacher Mann”. In Deutschland ist es jedoch genau umgekehrt. Wer mehr Einfluss hat wird meist gar nicht verurteilt oder wenn, dann nur für eine lachhafte Bewährungsstrafe.

Verbraucher sind verunsichert – ist der Euro bald wertlos?

Nach einer aktuellen Konsumklima Untersuchung fürchten die Verbraucher vermehrt die Inflation und ein Weichwerden des Euro. Selbst die totale Geldentwertung spielt in den Köpfen der Deutschen einer immer wichtigere Rolle. Was vor wenigen Monaten noch völlig utopisch galt ist angesicht der Hilflosigkeit und offensichtlichen Überforderung der Politik immer aktueller. Eine ernstzunehmende Gefahr, die sich wie ein schleichendes Gift immer mehr bewahrheiten könnte.

Neben der Sorge um die Rücklagen und Ersparnisse gingen auch die Erwartungen an die Lohnentwicklungen deutlich zurück. Die Gefahr ist groß, dass dem einzelnen Bürger unter dem Strich am Monatsende immer weniger bleibt. Überschuldung und der Verlust von Immobilien wäre die Konsequenz. Eine mögliche  Selbstjustiz in den Köpfen der Bürger scheint ebenfalls immer wahrscheinlicher. Wann gehen die ersten Menschen auf die Straße? Kommt es zu Massendemonstrationen gegen die Unfähigkeit der Politik und das Spiel mit dem Freuer? Die EZB betreibt momentan nur Schadensbegrenzung. Auch hier ist man scheinbar mit der Entwicklung des Euro und der immer größer werdenen Überschuldung der einzelnen Eurostaaten scheinbar völlig überfordert.

Politik EZB
Die europäische Zentralbank

Wenn selbst die Experten hilflos sind, was macht dann der Durchschnittsdeutsche? Wohin mit dem Geld (falls denn überhaupt noch Ersparnisse vorhanden sind)? Die Flucht in Gold oder Silber ist kaum noch möglich, da auch hier eine Blase entstanden ist und jederzeit der völlig überzeichnete Kurs deutlich einbrechen kann. Was passiert wenn die Staaten Ihre Goldreserven verkaufen, um frisches Kapital zu bekommen? Es wäre viel zu riskant, größere Summen in diese Unsicherheit zu geben und darauf zu hoffen, dass Gold der retttende Engel ist.

Was bleibt ist die Ungewissheit und Verunsicherung der Verbraucher. Niemand kann wirklich voraussehen, wie sich die Dinge entwickeln werden. Möglicherweise zahlen wir in 10 Jahren noch mit dem Euro, doch was kann ein Hemd dann kosten? 1000 Euro oder noch mehr? Möglich ist es, wenn es nicht zuvor bereits eine Währungsreform gab und jedes Euroland wieder eine einzelne unabhängige Währung bekommen hat.

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