Entführte Bankiers-Frau tot – hat die Polizei versagt?

Über 3 Wochen versetzte ein schrecklicher Entführungsfall Deutschland in Atem. Die Frau eines Bank-Chefs aus Baden-Württemberg wurde aus Ihrem Haus entführt. Die Entführer nahmen Kontakt mit dem Ehemann auf und verlangten 300.000 Euro. Dabei konnte die entführte Ehefrau noch einmal mit dem Bankchef sprechen und beteuerte, sie sei in Lebensgefahr.

Nach einer gescheiterten Geldübergabe wandte sich der Ehemann schließlich sogar über die Medien an die Entführer. In der TV-Sendung “Aktenzeichen XY” appellierte er gemeinsam mit seinen Kindern an die Entführer und bettelte förmlich um die Freilassung der Ehefrau und Mutter. Alles vergebens! Wie sich heute leider heraus stellte wurde die Frau von einem Spaziergänger im Wald gefunden. Sie ist tot!

Maria Bögerl
Maria Bögerl

Offensichtlich gab es mehrere Pannen in diesem tragischen Fall. Insbesondere die Polizei geriet heftig unter Kritik und könnte dazu beigetragen haben, dass die Entführer nervös wurden und die Geisel schließlich umbrachten. Anwohner sagten, dass die Polizei in diesem Fall äußerst stümperhaft vorging. So sollen mehrere Polizeiautos mit ohrenbetäubendem Sirenengeheule den ganzen Ort in Unruhe versetzt haben. Es ist anzunehmen, dass auch die Entführer dies mitbekommen haben und somit sofort darüber informiert waren, dass die Polizei eingeschaltet wurde. Ein Polizeiexperte teilte uns mit, dass in Entführungsfällen normalerweise nur verdeckte Ermittler in zivilen Fahrzeugen möglichst unauffällig erscheinen dürfen. Martinshörner sind tödlich, was sich heute leider auch bewahrheitet hat.

Vorwürfe gab es auch für die ARD, da in der wichtigsten deutschen Nachrichtensendung “Tagesschau” der Entführungsfall einfach nicht aufgenommen wurde. Die Ermittler werfen den Verantwortlichen vor, dass wichtige Zeugen dadurch wahrscheinlich tagelang nichts von der Entführung mitbekommen haben. Erst viel zu spät schaltete sich schließlich auch die ARD in die Berichterstattung in diesem Fall ein.

Letztendlich stellt sich auch die Frage, warum der Ehemann überhaupt die Polizei einschaltete. Hätte er das Leben seiner Frau retten können, wenn er einfach nur das Lösegeld bezahlt und dann abgewartet hätte? War die Sorge um das Geld größer, als um seine Frau? Es lässt sich nun leider nicht mehr rückgängig machen. Eventuell hätten sich die Entführer ohne das große Polizeiaufgebot nicht zur Tötung der Geisel entschieden.

Die ganze Hoffnung liegt nun in einer schneller Aufklärung dieser schrecklichen Tat, damit der oder die Mörder für das Leid der Familie zur Rechenschaft gezogen werden können. Doch auch hier stellt sich die Frage, ob es jemals ein gerechtes Urteil für eine solche Tat geben kann? Vermutlich würde der Mörder bei einem Geständnis nur 10 Jahre bekommen und bei guter Führung nach nur 6 oder 7 Jahren bereits wieder entlassen. Die Familie verliert aber für immer eine Ehefrau und Mutter.

Verbraucher sind verunsichert – ist der Euro bald wertlos?

Nach einer aktuellen Konsumklima Untersuchung fürchten die Verbraucher vermehrt die Inflation und ein Weichwerden des Euro. Selbst die totale Geldentwertung spielt in den Köpfen der Deutschen einer immer wichtigere Rolle. Was vor wenigen Monaten noch völlig utopisch galt ist angesicht der Hilflosigkeit und offensichtlichen Überforderung der Politik immer aktueller. Eine ernstzunehmende Gefahr, die sich wie ein schleichendes Gift immer mehr bewahrheiten könnte.

Neben der Sorge um die Rücklagen und Ersparnisse gingen auch die Erwartungen an die Lohnentwicklungen deutlich zurück. Die Gefahr ist groß, dass dem einzelnen Bürger unter dem Strich am Monatsende immer weniger bleibt. Überschuldung und der Verlust von Immobilien wäre die Konsequenz. Eine mögliche  Selbstjustiz in den Köpfen der Bürger scheint ebenfalls immer wahrscheinlicher. Wann gehen die ersten Menschen auf die Straße? Kommt es zu Massendemonstrationen gegen die Unfähigkeit der Politik und das Spiel mit dem Freuer? Die EZB betreibt momentan nur Schadensbegrenzung. Auch hier ist man scheinbar mit der Entwicklung des Euro und der immer größer werdenen Überschuldung der einzelnen Eurostaaten scheinbar völlig überfordert.

Politik EZB
Die europäische Zentralbank

Wenn selbst die Experten hilflos sind, was macht dann der Durchschnittsdeutsche? Wohin mit dem Geld (falls denn überhaupt noch Ersparnisse vorhanden sind)? Die Flucht in Gold oder Silber ist kaum noch möglich, da auch hier eine Blase entstanden ist und jederzeit der völlig überzeichnete Kurs deutlich einbrechen kann. Was passiert wenn die Staaten Ihre Goldreserven verkaufen, um frisches Kapital zu bekommen? Es wäre viel zu riskant, größere Summen in diese Unsicherheit zu geben und darauf zu hoffen, dass Gold der retttende Engel ist.

Was bleibt ist die Ungewissheit und Verunsicherung der Verbraucher. Niemand kann wirklich voraussehen, wie sich die Dinge entwickeln werden. Möglicherweise zahlen wir in 10 Jahren noch mit dem Euro, doch was kann ein Hemd dann kosten? 1000 Euro oder noch mehr? Möglich ist es, wenn es nicht zuvor bereits eine Währungsreform gab und jedes Euroland wieder eine einzelne unabhängige Währung bekommen hat.

Beteiligen Sie sich aktiv bei Selbstjustiz und hinterlassen Sie einen Kommentar mit Ihrer Meinung.

War die Selbstjustiz in Bangkok wirklich nötig?

Einen sehr radikalen Fall von Selbstjustiz erlebte die Regierung in Thailand in den letzten Tagen und Wochen. Aufständische Bürger besetzen ein ganzes Stadtviertel von Bangkok, was beinahe in einem Bürgerkrieg geendet hätte.

Ist Selbstjustiz in dieser Form legitim? Auch wenn inzwischen bereits wieder von der Regierung die Vorfälle verharmlost werden und die Aufräumarbeiten in vollem Gange sind, bleibt doch die Frage ob Selbstjustiz wirklich gerechtfertigt ist und was die Auslöser dazu waren.

Fakt ist, dass sich sogar der Deutsche Bundesaussenminister Guido Westerwelle zu Wort meldete und vor dem Ausbruch eines Bürgerkriegs mir mahnenden Worten mahnte. Das Volk gegen den Staat und die Armee. Wäre ein solches Szenario auch in Europa oder sogar in Deutschland denkbar?

Die Regierung und die Strukturen in Thailand lassen sich natürlich nicht direkt mit denen in Deutschland vergleichen. Dennoch bestehen in gewisser Weise Parallelen, die Schlussfolgerungen zulassen, wie Menschen auf die Unfähigkeit der Politik und Willkür des Staates im Extremfalls reagieren können.

Freiheit und Finanzen sind die Hauptauslöser für Konflikte. Nach der Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland sollte zumindest die Freiheit in den Köpfen der Deutschen keine Rolle mehr spielen. Wie sind alle ein gemeinsames, freie Volk. Grenzen im eigenen Land gibt es nicht mehr, die Willkür der SED Regierung ist längst vergessen. Mangelnde Freiheit kann also in Deutschland als Auslöser für Selbstjustiz ausgeschlossen werden.

Die Sorgen um die Finanzen und Angst um den Verlust des Geldes. Hier könnte die Unfähigkeit von Angela Merkel, die bereits in der europäischen Politik verspottet wird im Extremfall wirklich für ernste Konflikte sorgen. Was macht ein Volk, wenn es quasi über Nacht enteignet wird? Was heute noch undenkbar erscheint ist möglicherweise in naher Zukunft gar nicht mehr so abwegig. Was passiert wenn der Euro Rettungsschirm nicht funktioniert und wir doch einen Totalverlust des Euro erleben?

Das würde für viele Menschen bedeuten, kein Geld mehr, oft keine Arbeit und keine Rücklagen. Wozu wären solche Menschen fähig? Selbstjustiz erscheint in einem solchen Fall nicht mehr abwegig und es kann niemand voraussagen ob die Menschen auf die Straße gehen, die Regierungsgebäude besetzen oder gar Banken in Beschlag nehmen?

Selbstjustiz ist keine Lösung, das ist gar keine Frage. Es bleibt aber die Ungewissheit, ob die Unfähigkeit der Politik und des Staates nicht irgendwann dafür sorgt, dass Selbstjustiz das letzte Mittel ist?

Griechen wichtiger als Deutsche

Roland Koch hat sich geäußert. Es war klar, nach der Wahl in NRW würden wir einige interessante neue Tatsachen erfahren – jetzt sind sie raus, zumindest zum Teil. Die Rettung Griechenlands und der anderen Pleitestaaten kostet uns einige hundert Milliarden Euro – ist ja eigentlich kein Problem, wir haben ja das Geld.

Roland Koch
Steuern erhöhen, Bildungsausgaben senken

Schön ist auch der Vorschlag Herrn Kochs, dafür die Zukunft Deutschlands komplett zu verspielen – Hauptsache die Griechen können über ihre Verhältnisse leben, da ist es schon mal verzeihlich, wenn wir dafür unseren Bildungsetat im Jahr 2015 komplett streichen – brauchen wir ja ohnehin nicht – wir haben ja Bodenschätze ohne Ende und können auf Bildung pfeifen. Auch die Steuern können wir noch erhöhen – warum auch nicht? Das würde hervorragend zum Wahlversprechen der FDP passen.

Angela Merkel, die sich vor der NRW Wahl noch als eiserne Hüterin des Deutschen Volksvermögens zu etablieren versuchte, trägt inzwischen frohen Mutes die deutschen Staatsfinanzen zu Grabe. Aber ist ja auch kein Problem, die NRW Wahl ist ja überstanden. Das Wählervotum war wohl noch nicht deutlich genug.

Es macht schon großen Spaß, in Deutschland Steuern zu zahlen – das ist ein wahrer Hochgenuss. Wenn wir die Steuergelder einfach in einem großen Feuer verbrennen würden, hätten wir wenigstens noch Wärme davon.

Roland Koch äußerte sich dahin gehend, dass wir jahrzehntelang über unsere Verhältnisse gelebt haben. So viel ist davon bei den Menschen aber nicht angekommen. Aber es ist ja eigentlich auch schon erfreulich, wenn die Griechen mit unserem Geld über ihre Verhältnisse leben können – da haben wir dann wirklich was gewonnen. Vor allem zeigt das den Griechen schön, dass das ein Verhalten ist, das mit einem Milliardensegen belohnt wird.

Es wird Zeit, einige Dinge zu ändern. So kann das nicht weiter gehen.