Skandal: Briefe von Arbeitslosen sollen von der Post geöffnet werden

Millionen deutscher Arbeitslose und Kindergeld Empfänger, müssen in Zukunft das Schlimmste befürchten. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) plant sämtliche Briefe von der Post öffnen zu lassen. Der offizielle Grund für dieses Vorhaben ist die schrittweise Digitalisierung der Abläufe in der BA. Es sollen Millionen von Briefen und Akten mit Hilfe der Post geöffnet und digitalisiert werden. Angeblich spare diese Vorgehensweise Zeit und Geld. Datenschützer laufen bereits jetzt Sturm.

Die Meldung erinnert an längst vergangene DDR-Zeiten, als die Stasi Briefe von Millionen DDR-Bürgern willkürlich und ohne erkennbaren Grund öffnete und teilweise sogar in Stasi-Akten archivierte. Tatsächlich sind deutliche Parallelen zwischen der Willkür in der DDR und dem geplanten Vorhaben der Bundesagentur für Arbeit zu erkennen. Wichtige Unterlagen und personenbezogene Daten gelangen in die Hände Dritter. Niemand weiß, was die Post mit den geöffneten Briefen macht.

Die Bundesagentur behauptet, dass die persönlichen Daten mit der elektronischen Akte “so sicher wie bisher” seien. Dies scheinen jedoch eher Lippenbekenntnisse zu sein. Schließlich ist eines der Hauptprobleme die Entsorgung von Millionen geöffneter Briefe und die Loyalität der Postmitarbeiter. Die Versuchung könnte groß sein persönliche Daten bzw. geöffnete Briefe an Datendiebe weiter zu verkaufen. Es ist nicht auszudenken, welche Folgen dies für die betroffenen Verbraucher haben könnte.

Deutschland entwickelt sich immer weiter zur Zwei-Klassen Gesellschaft. Während die Elite sich nicht in die Karten schauen lässt und Gelder ohnehin im weitaus sichereren Ausland angelegt hat, wird der kleine Mann durchleuchtet. Es sind mal wieder die Arbeitslosen und Familien, die besonders betroffen sind. Die schwächste Position wird zuerst geschröpft. Vermutlich glaubt man, dass hier der geringste Widerstand vorhanden ist und ein solches Vorhaben sehr leicht über die Köpfe der Betroffenen entschieden werden kann. Selbstjustiz empfindet das Öffnen von Briefen als Skandal und fordert die Bundesagentur für Arbeit auf, unbedingt nachzubessern.

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