Deutsche Bahn lässt Reisende kollabieren – Kostenminimierung statt Sicherheit?

Der Hochsommer hat Deutschland fest im Griff. In vielen Städten erreichten die Temperaturen Rekordwerte von bis zu 40 Grad. Dies macht vor allem vielen Reisenden sehr zu schaffen, denn die Deutsche Bahn hat offenbar massive Probleme in ICE Zügen. So gab es Wochenende nach offiziellen Angaben in gleich 3 ICE Zügen Ausfälle bei der Klimaanlage. Die Folge waren überhitzte Züge von bis zu 50 Grad in den Abteilen und reihenweise Hitzeschocks bei den Fahrgästen.

Zahlreiche ältere Menschen und Kinder sind kollabiert und lagen hyperventilierend und hilflos am Boden. Gegen die Deutsche Bahn wird mittlerweile sogar wegen fahrlässige Körperverletzung ermittelt, denn die Probleme an den Klimaanlagen waren offenbar bereits länger bekannt. Auch haben sich mittlerweile Fahrgäste gemeldet, die dem Zugpersonal den Geruch verbranntes Gummis meldeten. Das Zugpersonal stellte einen Defekt der Klimaanlage fest, der Zug wurde jedoch nicht gestoppt!

ICE
ICE Züge werden zur Hitzefalle

Eine äußerst fahrlässige Entscheidung, denn es mussten dutzende Personen mit einem Kreislaufkollaps ärztlich behandelt werden oder sogar ins Krankenhaus. Das Problem an den modernen ICE Zügen sind die Fenster. Diese sind bei Hochgeschwindigkeitszügen fest und lassen sich nicht öffnen. Eine verzweifelte Mutter soll noch versucht haben das Fenster von innen aufzuschlagen, um frische Luft in das Abteil zu bekommen. Die Mühen waren jedoch vergeblich, mehrere Kinder kollabierten.

Der Fahrgastverband Pro Bahn reagiert auf die Versäumnisse der Deutschen Bahn mit deutlicher Kritik. Man ist auch dort der Meinung, dass man einen Zug auch mal anhalten müsse. Die Sicherheit und das Wohlergehen der Fahrgäste müssen immer an erster Stelle stehen. Es kann nicht sein, dass wegen möglicher Verspätungen oder Ausfällen und finanziellen Verlust die Gesundheit der Passagiere gefährdet wird.

Selbstjustiz ist davon überzeugt, dass die Deutsche Bank den Fokus nur noch auf Kostenminimierung setzt. Es wird billigend in Kauf genommen, dass ernsthafte Folgen auftreten können, die auch sicherheitsrelevant sein können. Die Vorfälle am Wochenende haben dies leider bestätigt. Inzwischen gibt es zahlreiche Zeitungsmeldungen, nach denen weitaus mehr als die offiziell bekannt gewordenen 3 ICE Züge am Wochenende Mängel aufwiesen. Es soll in mindestens 10 ICE Zügen und einigen ICs ähnliche Vorfälle gegeben haben. Wer kann sollte die Bahn für dieses Fehlverhalten abstrafen und auf andere Verkehrsmittel ausweichen.

Wieder Tonnen von Gammelfleich im Umlauf

Der Appetit auf Fleisch wird vielen Verbrauchen in diesen Tagen wieder stark vergehen. Wie nun bekannt geworden ist, gibt es ein neues, schwerwiegendes Gammelfleich Problem in Deutschland. In 88% aller Fleichproben haben Forscher des Bundesinstituts für Ernährung und Lebensmittel im bayerischen Kulmbach einen seltenen Keim gefunden. Dieser Keim ist extrem widerstandsfähig und entwickelt sich ausgerechnet bei Kühlschranktemperaturen im eingeschweißten Zustand.

Der Keim “Clostridium estertheticum” stammt ursprünglich aus Brasilien und hat sich in den letzten Wochen und Monaten rasend ausgebreitet. Es ist ein globales Problem, das nun auch Deutschland erreicht hat. Tonnen von verseuchtem Gammelfleich sollen in Umlauf gebracht sein. Eigentlich müsste dieses kontaminierte Fleisch sofort entsorgt werden, doch immer wieder wird aus Profitgier versucht es doch noch zu “retten”. Das belastete Fleich wird häufig gewaschen und einfach umverpackt.

Die Folgen des Keimbefalls sind bislang noch nicht abzusehen. Die Keime verbreiten sich rasend schnell beim Öffnen der Vakuumbeutel. Sobald Fleich für die Weiterverarbeitung oder Produktion ausgepackt wird, besteht erhebliche Gefahr. In mehreren Fleich verarbeitenden Betrieben ist die Ausbreitung des seltenenes Keims bereits so groß, dass die Produktion komplett eingestellt werden muss. Es sind erhebliche Desinfektionsmaßnahmen erforderlich, die vergleichbar mit einer Seuchensituation sind.

Die größte Gesundheitsgefahr geht aktuell vom möglichen Verzehr aus. Da ungewiss ist, wie viele Tonnen wirklich versucht sind, könnten erhebliche Gammelfleichbestände bereits zu Fertiggerichten, Tiefkühlprodukten oder Konserven verarbeitet worden sein. Das Bundesverbraucherschutzministerium hat eine Risikobewertung in Auftrag geben. Nach Einschätzung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) sei das Risiko einer gesundheitlichen Beeinträchtigung für den Menschen als unwahrscheinlich anzusehen. Dennoch erscheint diese Aussage aus der Sicht von Selbstjustiz sehr theoretisch und kaum belegbar. Prof. Manfred Gareis vom Bundesinstituts für Ernährung und Lebensmittel sagt, es sei möglich, dass die Keime Gifte bilden und man deshalb das Schlimmste annehmen müsse.

FDP reagiert auf Verluste und kündigt Neujustierung an

Die FDP gerät immer weiter untere Druck. Nach der letzten Wahlschlappe in NRW sind nun auch die Umfragewerte im Keller. In der Bevölkerung schrumpft der Zuspruch für die FDP immer weiter. In einer repräsentativen Umfrage des “ARD-Deutschlandtrend” fiel die FDP erstmals wieder unter die wichtige 5% Hürde und würde somit nicht mehr in den Bundestag kommen. Das ist das schlechteste Ergebnis seit dem Jahr 2003 und zeigt, wie katastrophal die bisherige Leistung in der Koalition von CDU und FDP ist.

Wie es scheint zieht man nun bei der FDP die Notbremse und versucht eine Lösung zu finden. Der FDP Bundesvorstand und die Fraktionsspitze beraten aktuell in einer zweitägigen Klausur um die Zukunft Ihrer Partei und eine möglich politische Neuausrichtung. Nach ersten durchgesickerten Meldungen sieht man inzwischen ein, dass nach der Bundestagswahl zu lange taktiert und um Posten gerungen wurde, anstatt ordentlich zu regieren und Deutschland aus der Krise zu bringen.

Guido Westerwelle
Guido Westerwelle unter Druck

Die im Wahlkampf versprochenen Steuersenkungen konnte die FDP schließlich auch nicht umsetzen und ist sich und ihren Wählen untreu geworden. Höchste Zeit also das Ruder rumzureißen und intern eine parteipolitische Kehrtwende einzuläuten. Offiziell drückt man sich selbstverständlich sehr diplomatisch aus. So hat FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger verlauten lassen, man wolle eine “Neujustierung”, aber keine Kursänderung. Aus der Sicht von Selbstjustiz ist dies jedoch nur eine etwas wohlklingendere Umschreibung für eben jene Kursänderung, die dringend nötig ist.

Offenbar will man aber um jeden Preis an der ursprünglich beworbenen Steuersenkung festhalten. Trotz Milliarden Sparpaket ist man bei der FDP der Meinung, dass Deutschland nur durch massive Steuersenkungen aus der Krise manövriert werden könne. Ob diese These wirklich stimmt, ist fraglich. Viel entscheidender ist jedoch die Frage, ob und wie man sich in der FDP gegen Angela Merkel durchsetzen möchte. Die Bundeskanzlerin hatte in den vergangen Wochen mehrfach versucht ein Machtwort zu sprechen und Steuersenkungen in den kommenden Jahren keinesfalls zu billigen.

Der ewige Streit in der Koalition ist also keinesfalls begraben, sondern scheint in diesen Tagen erneut aufzukommen. Wie soll eine vernünftige Koalition entstehen, wenn die FDP um jeden Preis Steuersenkungen durchbringen möchte, aber die CDU unter der Führung von Angela Merkel eben diese Steuersenkungen kategorisch ausschließt. Das politische Deutschland scheint in einer regelrechten Zwickmühle, aus der es keinen rechten Ausweg gibt.

Die Tigerenten-Kanzlerin verliert mal wieder

Es ist mal wieder soweit: Angela Merkel bricht ihr Wort und kann sich nicht durchsetzen beim G20-Gipfel mit der Bankenabgabe. Das ist aber kein Problem, das sind wir ja gewohnt von unserer allseits geliebten Tigerenten-Kanzlerin deren Tigerenten-Koalition aus Schwarz und Gelb im Grunde keine Opposition braucht – das besorgen die “Koalitionäre” schon selbst.

Deutschland macht sich international lächerlich. Wie kann ein so starkes Land von dermaßen angeschlagenen Menschen geführt werden? Guido Westerwelle ist in seiner eigenen Partei höchst umstritten – die FDP hat sich als Hotelier-Partei etabliert und rückt immer weiter von ihren Wahlversprechen ab. Angela Merkel, die linke Kanzlerin im konservativen Schafspelz, verliert ihre besten Leute – quasi wöchentlich kommt ein weiteres Merkel-Opfer dazu. Die Partei blutet aus.

Angela Merkel hat ein Talent, das man ihr nicht absprechen kann: Sie ist perfekt darin, ihre Macht zu erhalten. Das ist das, was sie am besten kann – ihre Regierungsarbeit ist eine einzige Katastrophe aber es gelingt ihr, ihre Macht zu erhalten. Kritiker in ihrer eigenen Partei schaltet sie nach und nach aus. Angela Merkel würde es gelingen, die Volkspartei CDU auf eine Partei mit nur einem Mitglied zu reduzieren: Angela Merkel. Alle, die sie kritisieren, müssen den Hut nehmen – auch wenn alle sie kritisieren.

Was machen unsere Volksvertreter da in Berlin? Vertreten sie wirklich die Interessen des Volks? Wollen wir den Griechen ihre Rente mit 55 durch unsere Steuerzahlungen ermöglichen und dafür selbst bis 67 arbeiten? Sind wir so dämlich wie unsere Politik uns ans Ausland verkauft?

Immer wieder war eine Bankenabgabe im Gespräch. Wolfgang Schäuble ist mit einem Verbot von Leerverkäufen vorgeprescht – das jetzt aber nur in Deutschland gilt und den Finanzplatz Deutschland benachteiligt. Angela Merkel wollte international die Bankenabgabe durchsetzen – in Wirklichkeit allerdings war dies ein politischer Schachzug zum Machterhalt von Frau Merkel, der allerdings gelungen ist.

Angela Merkel verkauft dem Deutschen Volk, dass sie eine Bankenabgabe unbedingt durchsetzen möchte obwohl sie weiß, dass das international unmöglich ist. Sie spekuliert darauf, dass sie dann als Kanzlerin wieder Boden gut machen kann. Sie hat es ja dann immerhin mal versucht – sie kann ja nichts dafür, wenn das nicht klappt. Die anderen sind Schuld, wie immer – das passt ins Bild.

Das Merkel-Opfer Horst Köhler ist möglicherweise nicht deshalb zurück getreten weil er sich kritisiert fühlte sondern aufgrund der Tatsache, dass er das Gesetz zur Verschleuderung des Deutschen Volksvermögens an Griechenland nicht einmal richtig lesen konnte bevor er zu dessen Unterzeichnung genötigt wurde. Horst Köhler ist Angela Merkel als Präsident zum Bauernopfer geworden. Am 21. Mai wurde das Gesetz zur Rettung Griechenlands durch den Bundestag am Vormittag, durch den Bundesrat am Nachmittag geschickt – das war die schnellste Verschleuderung von Vermögen in der kürzesten Zeit – immerhin ein Rekord, den Angela Merkel für sich beanspruchen kann.

Horst Köhler
Horst Köhler

Horst Köhler war möglicherweise gegen dieses Gesetz – wie auch die deutsche Bevölkerung. Horst Köhler war im Finanzbereich in der Führung des Internationalen Währungsfonds (IWF) als dessen Direktor tätig. Er weiß, was es heißt, mit Milliarden zu jonglieren – und er hat möglicherweise gesehen, was da gerade passiert. Dass da unser Volksvermögen einfach so vernichtet wird. Er konnte sich aber aus Gründen des Zeitdrucks und des Drucks aus allen Reihen nicht gegen das Gesetz stemmen – zumal das alles passierte als Horst Köhler in Afghanistan war. Er kam völlig überrascht zurück und wurde dann überrumpelt.

Er hat möglicherweise eine Entscheidung treffen müssen, die er selbst nie mitgetragen hätte.

Die Griechen, Spanier, Italiener und Franzosen machen sich langsam lustig über die Deutschen. Wir werden zum Volk der arbeitswilligen Vollidioten, die sich bis 67 die Beine aus dem Leib reißen um dann mit dem Mehrwert, den wir erarbeiten, die Rente mit 55 in anderen Ländern zu finanzieren. In Frankreich beispielsweise finden derzeit massive Streiks in der Region Paris statt, da Sarkozy angekündigt hat, das Renteneintrittsalter von 55 auf 62 Jahre anzuheben.

Wie lange lassen wir uns von Merkel & Co. noch für dumm verkaufen? Wie lange versündigen wir uns noch an den nachfolgenden Generationen durch immer neue Kredite und Schulden? Wer soll das alles mal bezahlen?

Neuer Gasstreit bei den Russen – Wird Energie noch teurer?

Russland ist der wichtigste Gaslieferant für Westeuropa. Wenn Russland nicht mehr liefert oder nicht mehr liefern kann, gibt es in Deutschland sehr schnell akute Engpässe bei der Gasversorgung. Beunruhigend ist ein neuer Streit zwischen Weißrussland und Russland, bei dem nun damit gedroht wird, die Transitleitungen der Gasversorgung zu sperren. Agenturen berichten, der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko habe die Sperrung der Pipelines verfügt.

Gas
Kommt bald kein Gas mehr?

Hintergrund sind offene Forderungen an den russischen Energiekonzern Gazprom in Höhe von umgerechnet 212 Millionen Euro. Diese Summe verlangt Weißrussland für das Durchleiten von Gas nach Westen. Russland stellt sich momentan quer und verweist auf eine offene Gegenforderung von 155 Millionen Euro, die Weißrussland noch zu zahlen hat. Es sind unvorstellbare Summen, die hier im Raum stehen und zu einem Gaskrieg führen könnten, so die Drohung Weißrusslands.

Für Europa und Deutschland bedeuten solche Streitigkeiten mit den Ländern des Ostblocks erhebliche Unsicherheiten bei der Energieversorgung. Es ist zu befürchten, dass die Energiepreise durch einen solchen Versorgungsengpass weiter steigen werden. Aus Sicht der Energieversorger könnte dieser Gaststreit langfristig für Milliardengewinne sorgen, denn jedes erneute Anheizen über die Endlichkeit der Rohstoffe treibt die Preise in die Höhe. Bluten muss mal wieder der Verbraucher, der für solche Streitigkeiten am Ende die Rechnung bekommt und den Mehrpreis schließlich aufbringen muss.

Inzwischen hat sich sogar die EU-Kommission eingeschaltet, um einen Engpass in Europa zu verhindern. Sie forderte beide Seiten auf, ihre vertraglichen Verpflichtungen einzuhalten und interne Streitigkeiten nicht zu Lasten Dritter zu führen. Russland soll sich bereit erklärt haben bei einem Engpass über Weißrussland die Gasversorgung über die Ukraine aufrecht zu halten. Die Gefahr besteht aber weiterhin, dass in einigen Ländern der Gashahn leer bleibt. Für Deutschland hat zumindest Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle vorerst versucht zu beruhigen. Er rechne nicht mit einem akuten Versorgungsengpass.

Reine Brüderle
Reine Brüderle

Bürger bluten für die Sparpläne der Bundesregierung

Der Gürtel muss enger geschnallt werden. Die Bundesregierung will für die nächsten Jahre ein gigantisches Sparpaket schnüren. Unvorstellbare 10 Milliarden Euro müssen jährlich im Haushalt des Bundes eingespart werden. Das erfordern der Euro-Stabilitätspakt sowie die ab 2011 gesetzlich verankerte Schuldenbremse.

10 Milliarden Euro fallen nicht einfach vom Himmel, weshalb der Rotstift eingesetzt wird. Die Bürger müssen mal wieder bluten und für das bezahlen, was durch die Unfähigkeit der Politik zu Stande gekommen ist. Auch zahlreiche Arbeitsplätze beim Staat werden gestrichen. So sollen mindestens 10.000 Stellen bei der Bundesverwaltung wegfallen und die Bundesweher um etwa 100.000 Mann verkleinert werden. Was dabei häufig vergessen wird ist, dass damit 100.000 Arbeitsplätze von Berufssoldaten verloren gehen.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Gutenberg ist ohnehin der erste Bundesminister, der den Sparauftrag der Bundesregierung ernst nimmt und streicht, was nur irgendwie zu streichen ist. So will er neben dem Verzicht auf 100.000 Soldaten sogar die Wehrpflicht übergangsweise aussetzen oder komplett abschaffen. Auch Standortschließungen bei kleineren Kasernen hält zu Guttenberg für unvermeidbar. Ziel dieses harten Sparkurses sind etwa 1 Milliarde Euro Einsparungen im Wehretat der Bundesregierung. Finanzminister Schäuble hatte zuvor dieses Ziel von zu Guttenberg verlangt.

Karl-Theodor zu Guttenberg
Karl-Theodor zu Guttenberg

Finanzminister Wolfgang Schäuble zieht in diesen Tagen die Strippen und gibt vor, was die Bundesregierung schaffen muss. Gerüchte die Mehrwertsteuer und / oder die Einkommenssteuer zu erhöhen, dementiert er aktuell noch. Es werde aber geprüft die zahlreichen Ausnahmen bei der Mehrwertsteuer, bei denen nur 7% statt 19% anfallen teilweise aufzuheben. Doch auch hier zahlt der kleine Mann die Zeche, denn wenn beispielsweise auf Lebensmittel zukünftig 19% statt 7% Mehrwertsteuer anfallen, würde der nächste Einkauf im Supermarkt auf einen Schlag erheblich teurer.

Wolfgang Schäuble
Wolfgang Schäuble

Auch bei den Subventionen soll kräftig der Rotstift angesetzt werden. So plane man die Pendlerpauschale komplett zu streichen, was etwa 2,5 Milliarden Euro zusätzlich in die Haushaltskasse spülen würde. Sogar eine Ausweitung der Maut wird überlegt, bis hin zu einer möglichen Maut für PKW, wie es etwa schon in Österreich üblich ist. Die Absetzbarkeit der Handwerkerrechnungen steht genauso auf der Kippe wie die Steuerbefreiung für Zuschläge bei Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit.

Die Linkspartei reagiert auf diese wilden Sparpläne mit heftiger Kritik. Sie wirft Angela Merkel sogar Wahlbetrug vor. Angela Merkel müsse sich selbst eingestehen, dass Sie die Wähler betrogen hat. Noch vor der Wahl betonte Merkel immer wieder, dass Sie mit der FDP keinen Sozialabbau leisten werden. Genau dies scheint sich nun aber zu bewahrheiten. Was auch immer die Bundesregierung in diesen Tagen beschließen wird, die Auswirkungen werden insbesondere die Bürger treffen, während sich die Politiker weiterhin die Diäten erhöhen und abstruse Altersbezüge genehmigen. Selbstjustiz fordert gleiche Einsparungen für alles. Es kann nicht sein, dass nur wieder beim kleinsten Glied der Kette die Auswirkungen zu spüren sind.

Der Euro im freien Fall, niedrigster Kurs seit 4 Jahren

Es scheint, als lasse uns Bundespräsident Horst Köhler im denkbar ungünstigsten Zeitpunkt im Stich. Deutschland befindet sich in einer tiefen Krise. Sorgen und Ängste, die sich mittlerweile in ganz Europa ausbreiten. Der Schock über den Rücktritt des Bundespräsidenten ist noch nicht verdaut, da gibt es neue Sorgenfalten durch den freien Fall des Euro.

Innerhalb von nur einer Stunde!!! sank der Kurs des Euro um mehr als einen Prozent nach unten. Ein neuer Negativrekord ist der niedrigste Kurs seit 4 Jahren und die am längsten anhaltende Talfahrt von nun schon 6 Monaten. Das bedeutet der Euro verliert sein einem halben Jahr kontinuierlich an Wert und zuletzt mit einer solchen Geschwindigkeit, dass es in den Augen vieler Anleger Besorgnis erregend ist.

Illustration Euro Crash
Illustration Euro Crash

Sind die Banken mal wieder schuld? Als Ursache für den erneuten heftigen Wertverlust wird ein Bericht der EZB gesehen, in dem von noch etlichen lauernden  Risiken in den Bilanzen der Banken die Rede ist. Im Zuge dieser europaweiten Krise werden außerdem immer mehr europäische Staaten im Rating herabgestuft. Nach der letzten Herabstufung Spaniens vergangener Woche, könnte nun Frankreich folgen. Selbst in der französischen Politik betrachtet man es inzwischen als Herausforderung eine solche Herabstufung Frankreichs zu verhindern.

Für den einzelnen Bürger wird es aufgrund des immer weiter sinkenden Euros zunehmend schwerer die Ersparnisse zu sichern. Es sollte jeder für sich selbst entscheiden, welche Anlageform für Kapitalvermögen gewählt wird. Es ist aufgrund der weltweiten Krise jedoch sehr ratsam nicht nur in Papiergeld zu investieren, sondern möglichst breit zu streuen. Ein Mix aus Sparanlagen, Aktien, Gold und Silber sowie Immobilien wäre wahrscheinlich die langfristig sicherte Variante.

Wer jedoch jetzt erst vorsorgen will, hat es schwer. Edelmetalle wie Gold oder Silber sind bereits viel zu teuer und könnte nach einer Erholung des Euros auch wieder deutlich an Wert verlieren. Wer genügend Reserven hat, kann in Immobilien investieren, da es hier momentan noch zahlreiche Schnäppchen gibt und man hier langfristig am meisten verdienen kann.

Es bleibt das Fazit, dass der kleine Mann mal wieder auf der Strecke bleibt und nur die Unternehmer das nötige Kapital haben, um jetzt noch sicher in Immobilien oder andere hochpreisige und wertstabile Sachwerte zu investieren. Es scheint in jedem Fall sicher, dass uns die Regierungen nur Lippenbekenntnisse geben und niemand den Mut hat klar auszusprechen, dass der Euro nicht mehr lange Bestand haben wird.

Was würde passieren, wenn der Euro über Nacht entwertet und durch eine Währungsreform nicht mehr das Papier wert wäre, auf dem er gedruckt wurde? Es ist schwer vorzustellen, wahrscheinlich würde es europaweit zu einer Selbstjustiz der Bürger und Massenprotestaktionen führen. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht so weit kommen wird.

Verbraucher sind verunsichert – ist der Euro bald wertlos?

Nach einer aktuellen Konsumklima Untersuchung fürchten die Verbraucher vermehrt die Inflation und ein Weichwerden des Euro. Selbst die totale Geldentwertung spielt in den Köpfen der Deutschen einer immer wichtigere Rolle. Was vor wenigen Monaten noch völlig utopisch galt ist angesicht der Hilflosigkeit und offensichtlichen Überforderung der Politik immer aktueller. Eine ernstzunehmende Gefahr, die sich wie ein schleichendes Gift immer mehr bewahrheiten könnte.

Neben der Sorge um die Rücklagen und Ersparnisse gingen auch die Erwartungen an die Lohnentwicklungen deutlich zurück. Die Gefahr ist groß, dass dem einzelnen Bürger unter dem Strich am Monatsende immer weniger bleibt. Überschuldung und der Verlust von Immobilien wäre die Konsequenz. Eine mögliche  Selbstjustiz in den Köpfen der Bürger scheint ebenfalls immer wahrscheinlicher. Wann gehen die ersten Menschen auf die Straße? Kommt es zu Massendemonstrationen gegen die Unfähigkeit der Politik und das Spiel mit dem Freuer? Die EZB betreibt momentan nur Schadensbegrenzung. Auch hier ist man scheinbar mit der Entwicklung des Euro und der immer größer werdenen Überschuldung der einzelnen Eurostaaten scheinbar völlig überfordert.

Politik EZB
Die europäische Zentralbank

Wenn selbst die Experten hilflos sind, was macht dann der Durchschnittsdeutsche? Wohin mit dem Geld (falls denn überhaupt noch Ersparnisse vorhanden sind)? Die Flucht in Gold oder Silber ist kaum noch möglich, da auch hier eine Blase entstanden ist und jederzeit der völlig überzeichnete Kurs deutlich einbrechen kann. Was passiert wenn die Staaten Ihre Goldreserven verkaufen, um frisches Kapital zu bekommen? Es wäre viel zu riskant, größere Summen in diese Unsicherheit zu geben und darauf zu hoffen, dass Gold der retttende Engel ist.

Was bleibt ist die Ungewissheit und Verunsicherung der Verbraucher. Niemand kann wirklich voraussehen, wie sich die Dinge entwickeln werden. Möglicherweise zahlen wir in 10 Jahren noch mit dem Euro, doch was kann ein Hemd dann kosten? 1000 Euro oder noch mehr? Möglich ist es, wenn es nicht zuvor bereits eine Währungsreform gab und jedes Euroland wieder eine einzelne unabhängige Währung bekommen hat.

Beteiligen Sie sich aktiv bei Selbstjustiz und hinterlassen Sie einen Kommentar mit Ihrer Meinung.

Deutsche Technik begeistert Abu Dhabi

Es gibt einen neuen Großauftrag. Für den Deutschen Mittelstand – Angela Merkel ist dabei, hat das Geschäft aber nicht wirklich ins Rollen gebracht sondern möchte sich vielmehr als wirtschaftskompetent profilieren – zumal sie ihren wirtschaftskompetentesten Mann, Roland Koch, gerade verloren hat.

Angela Merkel
Angela Merkel versprüht Pseudo-Wirtschaftskompetenz in der Wüste

Merkel hat aus der CDU, die für konservative Werte und Wirtschaftskompetenz stand, eine Mischung aus SPD und FDP gemacht – ein profilloses etwas, von dem keiner so genau weiß, was es eigentlich sein soll. Naja, in der Mitte ist sie wohl irgendwie angekommen – nur weiß keiner so genau, was die Mitte eigentlich ist.

Jedenfalls war die ganze Sache nicht schlecht vorbereitet. Man muss der CDU lassen, dass sie wenige undichte Stellen hat. Dass Roland Kochs Rücktritt dermaßen überraschend kam, ist eine Leistung in Sachen Verschwiegenheit in der Partei, das muss man anerkennen. Normalerweise sickert etwas dergleichen immer recht schnell durch – dieses Mal nicht. Aber das passt auch gut zur CDU – denn ein weiteres streng geheim gehaltenes Mysterium ist die Strategie der gesamten Regierung. Keiner weiß so recht, wohin es eigentlich gehen soll.

So jedenfalls kann man keine Großaufträge an Land ziehen. Die Vorarbeit, die sich über mehrere Jahre hinzog, hat die aus der Nähe von München stammende Firma Bauer Kompressoren Group alleine geleistet – hier hat Angela Merkel mit ihrer Lieblingsleistung geglänzt: Abwesenheit. Aber die Lorbeeren einheimsen ist dann schon was, das gerade gut passt – interessant ist, dass der Story die meisten größeren Zeitungen auf den Leim gehen.

Kaum ein kritisches Wort dazu – obwohl das mehr als offensichtlich ist. Warum um alles in der Welt ist Frau Merkel genau jetzt in Abu Dhabi für einen großen Wirtschaftsvertrag? Damit die Presse nicht auf die Idee kommt, dass die CDU jetzt nicht mehr wirtschaftskompetent ist weil sie mit Roland Koch ihren einzigen halbwegs intelligenten Wirtschaftspolitiker verloren hat. Da kann man nur Merkels Strategen gratulieren: Geschickt eingefädelt.

Trotz Wirtschaftskrise und Finanzproblemen scheint es in den Emiraten nicht schlecht zu laufen. Klar, wenn man nur ein Loch in den Boden bohren muss und Geld heraus sprudelt, ist das nicht so schwierig – die Scheichs allerdings haben schon längst erkannt, dass das nicht ewig so weiter gehen wird. Wenn kein Öl mehr in der Wüste ist, dann ist nichts mehr in der Wüste außer Sand. Um die Region interessant zu halten, sind Investitionen in die Zukunft unumgänglich – die neue Ökostadt, die Angela Merkel im Modell bereits bestaunen durfte, ist ein solches Projekt.

Der Euro bald völlig wertlos? Wie die Politik unsere Ersparnisse verzockt.

Der Kurs des Euro fällt und fällt. Wir stehen kurz vor dem niedrigsten Stand seit 2 Jahren. Analysten gehen davon aus, dass bereit in kürze auch die Marke von 1,20 Dollar unterschritten wird.  Der Millardenschwere Rettungschirm hatte nur für ein kurzes Verschnaufen gesorgt. Inzwischen ist die Unsicherheit in die Märkte und das Vertrauen in die Regierungen weiter gesunken. Zu große das Mißtrauen gegen die Versprechen der Regierungen den Gürtek enger zu schnallen und die Staatskassen sanieren zu wollen.

Euro Banknoten
Euro Banknoten

Was für Unternehmen durch günstigere Exportmöglichkeiten fast schon Glück im Unglück bedeutet, ist für den Durchschnittsbürger eine große Gefahr. Niemand weiß wohin es gehen wird und was der Euro in wenigen Monaten überhaupt noch Wert sein könnte. Erst vergangen Sonntag wurde bei Anne Will im wöchentlichen Poltiktalk öffentlich darüber diskutiert, ob der Euro bald völlig wertlos ist. Mit dem reißerischen Titel “Euro fällt, Kasse leer – sind wir bald alle pleite?” sorgte Sie für Aufsehen und eine noch größere Verunsicherung der Bürger.

Fakt ist, dass eine Währungsreform immer wahrscheinlicher wird und nicht mehr viel Zeit bleibt, um Ersparnisse zu retten. Die Möglichkeiten sind jetzt bereits sehr beschränkt und man hat nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera. Was bleibt, um den unsicheren Euro gegen vermeindlich sicherere Anlagen zu tauschen? Gold ist inzwischen viel zu teuer geworden und es zeichnet sich hier bereits sehr deutlich ein spekualtive Blase ab. In andere Währungen zu wechseln ist aufgrund des stetig steigenden Wertverlustest des Euro ebenfalls nicht mehr sinnvoll und würde noch mehr Geld verbrennen.

Einzig die Geschäfstleute und Investoren sowie natürlich die Spekulanten profitieren von der aktuellen Krise. Sie können in aktuell sehr günstige Aktien investieren und haben nur ein müdes Lächeln für die Sorgen der Bürger übrig. Was bleibt? Jeder sollte selbst entscheiden, ob er dem Euro noch vertraut oder besser in Sachwerte investiert, um wenigstens einen Großteil der Ersparnisse zu retten.