Wieder Tonnen von Gammelfleich im Umlauf

Der Appetit auf Fleisch wird vielen Verbrauchen in diesen Tagen wieder stark vergehen. Wie nun bekannt geworden ist, gibt es ein neues, schwerwiegendes Gammelfleich Problem in Deutschland. In 88% aller Fleichproben haben Forscher des Bundesinstituts für Ernährung und Lebensmittel im bayerischen Kulmbach einen seltenen Keim gefunden. Dieser Keim ist extrem widerstandsfähig und entwickelt sich ausgerechnet bei Kühlschranktemperaturen im eingeschweißten Zustand.

Der Keim “Clostridium estertheticum” stammt ursprünglich aus Brasilien und hat sich in den letzten Wochen und Monaten rasend ausgebreitet. Es ist ein globales Problem, das nun auch Deutschland erreicht hat. Tonnen von verseuchtem Gammelfleich sollen in Umlauf gebracht sein. Eigentlich müsste dieses kontaminierte Fleisch sofort entsorgt werden, doch immer wieder wird aus Profitgier versucht es doch noch zu “retten”. Das belastete Fleich wird häufig gewaschen und einfach umverpackt.

Die Folgen des Keimbefalls sind bislang noch nicht abzusehen. Die Keime verbreiten sich rasend schnell beim Öffnen der Vakuumbeutel. Sobald Fleich für die Weiterverarbeitung oder Produktion ausgepackt wird, besteht erhebliche Gefahr. In mehreren Fleich verarbeitenden Betrieben ist die Ausbreitung des seltenenes Keims bereits so groß, dass die Produktion komplett eingestellt werden muss. Es sind erhebliche Desinfektionsmaßnahmen erforderlich, die vergleichbar mit einer Seuchensituation sind.

Die größte Gesundheitsgefahr geht aktuell vom möglichen Verzehr aus. Da ungewiss ist, wie viele Tonnen wirklich versucht sind, könnten erhebliche Gammelfleichbestände bereits zu Fertiggerichten, Tiefkühlprodukten oder Konserven verarbeitet worden sein. Das Bundesverbraucherschutzministerium hat eine Risikobewertung in Auftrag geben. Nach Einschätzung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) sei das Risiko einer gesundheitlichen Beeinträchtigung für den Menschen als unwahrscheinlich anzusehen. Dennoch erscheint diese Aussage aus der Sicht von Selbstjustiz sehr theoretisch und kaum belegbar. Prof. Manfred Gareis vom Bundesinstituts für Ernährung und Lebensmittel sagt, es sei möglich, dass die Keime Gifte bilden und man deshalb das Schlimmste annehmen müsse.

Regierung gewährt Krankenkassen Zusatzbeiträge in beliebiger Höhe

Die Koalition aus CDU und FDP hat sich nach monatelangem Ringen nun auf eine gemeinsame Lösung für die Gesundheitsreform geeinigt. Wie bereits zuvor durchgesickert war, steigen die Beiträge für die gesetzlich Versicherten. Eine richtige Reform sucht man vergeblich, stattdessen wurde einfach das bisherige System für die Krankenversicherten erheblich verteuert. So steigt der Beitragssatz von 14,9 Prozent wieder auf 15,5 Prozent.

Als wäre diese Mehrbelastung nicht bereits schlimm genug, gibt es einen handfesten Skandal obendrauf. Gesundheitsminister Philipp Rösler erlaubt den Krankenkassen einkommensunabhängige Zusatzbeiträge in beliebiger Höhe. Das ist wie die Lizenz zum Geld drucken bzw. legalisierte Abzocken der Versicherten. Während viele Krankenkassen sich Millionen schwere Bürokomplexe gebaut haben, werden die nun leeren Kassen vom ahnungslosen Bürger aufgefangen.

Der Steuerzahler kann alles bezahlen, so muss zumindest der FDP Politiker Rösler gedacht haben. Anders ist eine solche Fehlentscheidung nicht zu erklären. Ein Zusatzbeitrag in beliebiger Höhe, der nicht an die Einkommenssituation der Versicherten gekoppelt ist, zeugt von politischer Inkompetenz. Bislang wurde bereits von einzelnen Krankenkassen ein Zusatzbeitrag erhoben, der jedoch auf maximal 1% des Einkommens limitiert war.

Die Opposition geht angesichts des schwachen Ergebnisses der sogenannten Gesundheitsreform auf die Barrikaden. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hält den Philipp Rösler als  Bundesgesundheitsminister als grandios gescheitert. Er habe große Ankündigen gemacht, Vorschusslorbeeren kassiert und stehe jetzt vor einem gesundheitspolitischen Scherbenhaufen.

Frank-Walter Steinmeier
Frank-Walter Steinmeier

Auch Selbstjustiz ist überzeugt, dass wir uns bereits jetzt in einer Zweiklassenmedizin befinden. Die Leistungen für die gesetzlich Versicherten werden immer schlechter, während die Kosten aufgrund unfähiger Politik ins astronomische ansteigen. Die einzigen Profiteure sind die Spitzenverdiener, die ohnehin eine private Krankenversicherung haben und dort nur die beste gesundheitliche Versorgung erhalten.

Nichtraucherschutz in Bayern gestärkt, zieht der Bund jetzt mit?

Aufatmen für die Nichtraucher in Bayern. Bei einem Volksentscheid wurden die bisher zahlreichen Ausnahmen des Rauchverbots in Bayern gekippt. Ab 01.08.2010 gibt es in Bayern das strikteste Rauchverbot Deutschlands. Dieses Ergebnis sorgt für neuen Zündstoff in der jahrelangen Diskussion um Nichtraucherschutz. Kommt nun dieses strikte Rauchverbot ohne Ausnahmen in ganz Deutschland?

Die bisherige Regelung entspricht einem Flickenteppich. Jedes Bundesland hat im Detail andere Ausnahmeregelungen geschaffen. Es fehlt eine gemeinsame verbindliche Richtung, die man sich auf Bundesebene wünscht. Auf Länderebene wird sich dabei aber vermutlich nichts ändern, sofern keine bundeseinheitliche Regelung für ein einheitliches Rauchverbot kommt.

In Bayern ist man unterdessen sehr zufrieden. Die Mehrheit der Politik begrüßt diese Volksentscheidung. Ministerpräsident Horst Seehofer betonte, er sei nach über 5 Jahren Hin und Her mit diesem sauber befriedeten Ausgang hochzufrieden. Auch der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder sieht das neue Rauchverbot als „gute Entscheidung“.

Zigaretten
Das Ende der Zigaretten in der Öffentlichkeit?

Massiven Protest gibt es nur vom Hotel- und Gaststättenverband. Einzelne Gastronomen befürchten Umsatzrückgänge von bis zu 30%. Der bayerische Sonderweg wird als zu radikal gesehen. Eine Lösung nach Maß und Verstand wäre der Wunsch gewesen, die nun leider nicht mehr realisierbar ist.

Aus Nichtrauchersicht fragt man sich dennoch, warum es 5 Jahre gedauert hat, bis man in Bayern eine gesundheitlich einwandfreie Lösung gefunden hat. Noch verwirrender ist, dass man diese Regelung nicht von Berlin aus auf Bundesebene durchsetzen kann oder will. Selbstjustiz hält das Vorgehen der Länder für nicht mehr zeitgemäß. Warum muss jeder Gesundheitsminister auf Landesebene ein eigenes Süppchen kochen? Das kostet unnötige Zeit und Geld und verärgert Verbraucher wie Gastronomen, denn nichts ist ungerechter als harte Regeln in einem Land und weiche Regeln im anderen.

Die Kanzlerin nutzt die Euphorie des Sommermärchens

Deutschland ist nach einem weiteren überragenden WM Spiel im Halbfinale. Das Sommermärchen von 2006 geht weiter und scheint sich zu wiederholen. Unter den Top 4 ist die deutsche Nationalmannschaft bereits und es folgt nun das Finale oder zumindest das kleine Finale um den dritten Platz.  Mit einem grandiosen 4:0 Sieg verschaffte sich die deutsche Elf wieder weltweit großes Ansehen.

Von dieser allgemeinen Euphorie möchte wohl auch die sichtlich angeschlagene Kanzlerin profitieren. Es scheint zumindest kein Zufall, dass sich Angela Merkel gerade jetzt vor Kameras als Siegerin feiern lässt. War es möglicherweise ein geplanter Schachzug, um von der eigenen Unfähigkeit in Deutschland abzulenken?

In Südafrika wurde Angela Merkel zumindest herzlich von Präsident Jacob Zuma empfangen. Sie nutzte auch gleich die Möglichkeit für die erfolgreiche Ausrichtung der Fifa Weltmeisterschaft 2010 zu gratulieren. Schließlich wurde Angela Merkel noch die Ehre zu teil, das Spiel direkt neben Präsident Zuma anzusehen. Im allgemeinen Freudentaumel nach dem 4:0 Sieg bekam der sogar einen zarten Kuss auf die Wange von der deutschen Kanzlerin.

Jacob Zuma
Jacob Zuma

Es bleibt jedoch ein bitterer Nachgeschmack, wenn man überlegt, was sich Angela Merkel in den letzten Wochen alles erlaubt hat. Eigentlich hat die Kanzlerin kaum ein Fettnäpfchen ausgelassen und konnte nicht einmal in den eigenen Reihen für Ordnung sorgen. Da ist so ein Fußballspiel mit Medienpräsenz doch genau die richtige Werbung für eine Kanzlerin mit Herz? So mag man wohl glauben, Selbstjustiz ist aber überzeugt, dass dieser Kurztrip nach Südafrika ein geschickter Schachzug war, um von der eigenen Inkompetenz in der Politik abzulenken.

Die Gesundheitsreform scheitert, der Patient muss es bezahlen

Das ewige Thema Gesundheitsreform ist erneut gescheitert. Über 8 Monate versuchen CDU, CSU und FDP eine Lösung für das Problem leere Gesundheitskassen zu finden. Der Druck wurde zuletzt so groß, der einfachste und denkbar schlechteste Ausweg genutzt wird. Die Beiträge der Krankenkassen für alle gesetzlich Versicherten steigen. Die Löcher werden nur durch das erneute Schröpfen der Steuerzahler gestopft. Selbstjustiz ist entsetzt und hofft, dass die Beitragsspirale mit der erneuen Erhöhung ein Ende nehmen wird.

Insgesamt  fehlen den gesetzlichen Krankenkassen 11 Milliarden Euro im kommenden Jahr. Bis zum Herbst müssen die Etats und Haushalte der Krankenkassen stehen. Offensichtlich hat man der Regierung nun die Pistole auf die Brust gesetzt, um Klarheit zu bekommen. Herausgekommen ist nichts und wieder nichts. Ein weiterer Beweis für die Unfähigkeit der Koalition, denn statt geschickter Lösungsansätze gibt es nur  Beitragserhöhungen.

Gesundheitsminister Philipp Rösler konnte sich einfach nicht durchsetzen. Er hatte bereits vor Monaten ein Konzept in der Tasche, das zwar noch nicht perfekt war, aber wenigstes den Hauch von frischem Wind und neuen Ideen erkennen lies. Doch die konservativen Köpfe in der Regierung haben ihn nicht dabei unterstützt und die Konzepte zerschmettert. Das Ergebnis ist angesichts der großen Ankündigungen und Versprechungen für ein gerechtes und faires Gesundheitssystem ein Debakel.

 Philip Rösler
Philip Rösler

Die Entscheidung erneut an der Beitragsschraube zu drehen ist ein Eingeständnis des Scheiterns in der FDP. Der große Wurf sollte es werden, so die vollmundigen Ankündigungen des FDP Politikers Rösler. Am Ende macht er genau das, was alle Vorgänger in diesem Amt auch getan haben. Die Beiträge erhöhen und in Inkompetenz glänzen. Gesundheit wird in naher Zukunft nur noch das Privileg der Reichen sein. Ausbaden muss es mal wieder der Bürger. Das wird so langsam zur Gewohnheit der Politik. Wenn irgendwo Geld fehlt, muss eben der Steuerzahler einspringen. Selbstverständlich nur die Unterschicht bis zu Mittelschicht. Die Spitzenverdiener werden geschont, schließlich zählen dazu auch die Politiker…

Die Tigerenten-Kanzlerin verliert mal wieder

Es ist mal wieder soweit: Angela Merkel bricht ihr Wort und kann sich nicht durchsetzen beim G20-Gipfel mit der Bankenabgabe. Das ist aber kein Problem, das sind wir ja gewohnt von unserer allseits geliebten Tigerenten-Kanzlerin deren Tigerenten-Koalition aus Schwarz und Gelb im Grunde keine Opposition braucht – das besorgen die “Koalitionäre” schon selbst.

Deutschland macht sich international lächerlich. Wie kann ein so starkes Land von dermaßen angeschlagenen Menschen geführt werden? Guido Westerwelle ist in seiner eigenen Partei höchst umstritten – die FDP hat sich als Hotelier-Partei etabliert und rückt immer weiter von ihren Wahlversprechen ab. Angela Merkel, die linke Kanzlerin im konservativen Schafspelz, verliert ihre besten Leute – quasi wöchentlich kommt ein weiteres Merkel-Opfer dazu. Die Partei blutet aus.

Angela Merkel hat ein Talent, das man ihr nicht absprechen kann: Sie ist perfekt darin, ihre Macht zu erhalten. Das ist das, was sie am besten kann – ihre Regierungsarbeit ist eine einzige Katastrophe aber es gelingt ihr, ihre Macht zu erhalten. Kritiker in ihrer eigenen Partei schaltet sie nach und nach aus. Angela Merkel würde es gelingen, die Volkspartei CDU auf eine Partei mit nur einem Mitglied zu reduzieren: Angela Merkel. Alle, die sie kritisieren, müssen den Hut nehmen – auch wenn alle sie kritisieren.

Was machen unsere Volksvertreter da in Berlin? Vertreten sie wirklich die Interessen des Volks? Wollen wir den Griechen ihre Rente mit 55 durch unsere Steuerzahlungen ermöglichen und dafür selbst bis 67 arbeiten? Sind wir so dämlich wie unsere Politik uns ans Ausland verkauft?

Immer wieder war eine Bankenabgabe im Gespräch. Wolfgang Schäuble ist mit einem Verbot von Leerverkäufen vorgeprescht – das jetzt aber nur in Deutschland gilt und den Finanzplatz Deutschland benachteiligt. Angela Merkel wollte international die Bankenabgabe durchsetzen – in Wirklichkeit allerdings war dies ein politischer Schachzug zum Machterhalt von Frau Merkel, der allerdings gelungen ist.

Angela Merkel verkauft dem Deutschen Volk, dass sie eine Bankenabgabe unbedingt durchsetzen möchte obwohl sie weiß, dass das international unmöglich ist. Sie spekuliert darauf, dass sie dann als Kanzlerin wieder Boden gut machen kann. Sie hat es ja dann immerhin mal versucht – sie kann ja nichts dafür, wenn das nicht klappt. Die anderen sind Schuld, wie immer – das passt ins Bild.

Das Merkel-Opfer Horst Köhler ist möglicherweise nicht deshalb zurück getreten weil er sich kritisiert fühlte sondern aufgrund der Tatsache, dass er das Gesetz zur Verschleuderung des Deutschen Volksvermögens an Griechenland nicht einmal richtig lesen konnte bevor er zu dessen Unterzeichnung genötigt wurde. Horst Köhler ist Angela Merkel als Präsident zum Bauernopfer geworden. Am 21. Mai wurde das Gesetz zur Rettung Griechenlands durch den Bundestag am Vormittag, durch den Bundesrat am Nachmittag geschickt – das war die schnellste Verschleuderung von Vermögen in der kürzesten Zeit – immerhin ein Rekord, den Angela Merkel für sich beanspruchen kann.

Horst Köhler
Horst Köhler

Horst Köhler war möglicherweise gegen dieses Gesetz – wie auch die deutsche Bevölkerung. Horst Köhler war im Finanzbereich in der Führung des Internationalen Währungsfonds (IWF) als dessen Direktor tätig. Er weiß, was es heißt, mit Milliarden zu jonglieren – und er hat möglicherweise gesehen, was da gerade passiert. Dass da unser Volksvermögen einfach so vernichtet wird. Er konnte sich aber aus Gründen des Zeitdrucks und des Drucks aus allen Reihen nicht gegen das Gesetz stemmen – zumal das alles passierte als Horst Köhler in Afghanistan war. Er kam völlig überrascht zurück und wurde dann überrumpelt.

Er hat möglicherweise eine Entscheidung treffen müssen, die er selbst nie mitgetragen hätte.

Die Griechen, Spanier, Italiener und Franzosen machen sich langsam lustig über die Deutschen. Wir werden zum Volk der arbeitswilligen Vollidioten, die sich bis 67 die Beine aus dem Leib reißen um dann mit dem Mehrwert, den wir erarbeiten, die Rente mit 55 in anderen Ländern zu finanzieren. In Frankreich beispielsweise finden derzeit massive Streiks in der Region Paris statt, da Sarkozy angekündigt hat, das Renteneintrittsalter von 55 auf 62 Jahre anzuheben.

Wie lange lassen wir uns von Merkel & Co. noch für dumm verkaufen? Wie lange versündigen wir uns noch an den nachfolgenden Generationen durch immer neue Kredite und Schulden? Wer soll das alles mal bezahlen?

RWE erhöht Stompreise, die schamlose Abzocke der Verbraucher

Es ist unglaublich und sorgt für erregte Gemüter: Deutschlands zweitgrößter Stromanbieter RWE wird trotz Milliardengewinnen erneut die Preise erhöhen. Erneut fühlen sich die Verbraucher betrogen. Selbstjustiz meint, es ist eine schamlose Abzocke, die an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten ist. Nach RWE Angaben werden die Preise um ganze 7,3 Prozent angehoben. Das sind netto 1,5 Cent mehr je Kilowattstunde. Das klingt vergleichsweise harmlos, bedeutet aber für einen 4 Personen Haushalt mit einigen tausend Kilowattstunden jährlich erhebliche finanzielle Mehrbelastungen.

RWE
RWE macht Gewinne in Milliardenhöhe

Beinahe 2 Millionen Verbraucher sind betroffen und es werden immer mehr. Zuvor hatten bereits mehrere kleinere Stromanbieter teils deutlich die Preisschraube nach oben gedreht. Alleine im ersten Halbjahr 2010 haben schon rund die Hälfte der Stromanbieter die Preise erhöht. Es ist die Willkür der mächtigen Stromkonzerne, die eine Welle der Preiserhöhungen auslösen. Die Verbraucher sind machtlos und müssen diese Abzocke hinnehmen. Einen Ausweg gibt es kaum, schließlich möchte niemand auf den Luxus Strom verzichten.

Tatsächlich sind die Stromkosten für die Unternehmen vergleichsweise billig. Der Strom wird auf der Strombörse noch sehr günstig gehandelt, jedoch werden diese Preise nicht an die Endkunden weiter geben. Im Gegenteil, jeder Grund der nur den Ansatz einer Rechtfertigung für Preiserhöhungen gibt, wird schamlos genutzt. Die Preisspirale wird sich scheinbar nicht aufhalten lassen. Experten sehen langfristig den Trend klar nach oben gehen. Wird Strom irgendwann nur noch für die Reichen bezahlbar sein?

Aktuell kann Verbrauchern nur geraten werden die Preise genau zu vergleichen. Ein Wechsel des Anbieters kann mehrere hundert Euro sparen. Aber Achtung, auch hier lauern Gefahren. Lassen Sie sich nicht auf Verträge ein, die eine Laufzeit von 12 oder 24 Monaten haben. Eine zu starke Bindung an einen bestimmten Anbieter kann durch die ständigen Preiserhöhungen am Ende teurer werden, als Sie zuvor einkalkuliert haben.

Sorge um Opel…. und täglich grüßt das Murmeltier

Vor über einem Jahr machte Opel über Monate Schlagzeilen. Der Mutterkonzern General Motors war kurz vor der Pleite und brachte auch das deutsche Traditionsunternehmen Opel ordentlich in Turbolenzen. Staatshilfen und Garantien wurden lange diskutiert. Es gab Übernahmespekulationen von verschiedenen Investoren und Konkurrenten wie Magna oder Fiat.

Die erhoffte Staatshilfe aus dem sogenannten Deutschlandfons ist nun geplatzt. Wirtschaftsminister Reiner Brüderle gab heute bekannt, dass er gegen die Finanzspritze bei Opel durch den deutschen Staat entschieden habe. Die unvorstellbare Summe von 1,1 Milliarden Euro stand im Raum, welche die Konzernmutter General Motors beantragt hatte. Der Hintergrund dazu liegt offensichtlich in der überraschend starken Erholung des amerikanischen GM Konzerns, der bereits im ersten Quartal wieder fast 1 Milliarde Dollar Gewinn einfahren konnte.

Aus den politischen Reihen gingen weitere Argumente herum, bei denen es hieß, Opel habe bereits vor der Krise Misswirtschaft betrieben.  So seien die akute Wirtschaftslage und die Finanznöte eine Folge aus früheren Fehlentscheidungen und jahrelanger Misswirtschaft an der Konzernspitze. Inzwischen hat Opel nur noch einen Anteil von rund 7% am Markt in Deutschland. Viel zu wenig für 4 große Standorte, die teilweise unter 40% Auslastung liegen und somit nicht mehr ausreichend gewinnorientiert arbeiten können. Es wird wohl darauf hinaus laufen, dass die Hälfte der Werke schließen muss. Tausende Arbeitsplätze in Deutschland sind in großer Gefahr. Die Politik schaut zu und lässt Familien in den Ruin treiben. Reiner Brüderle bleibt hart.

Reine Brüderle
Reine Brüderle

Die Zukunft der Traditionsmarkte ist weiter ungewiss. Momentan muss Opel deutlich schlanker und effizienter werden. Eine Schließung von einem oder gar zwei Standorten scheint unausweichlich. Doch was passiert, wenn die Nachfrage wieder steigt? Wahrscheinlich würden dann neue Produktionsmöglichkeiten in Osteuropa geschaffen. Die deutsche Wirtschaft stirbt aus, Selbstjustiz ist besorgt um tausende Familien und Schicksale.

Brennelemtesteuer für Kernkraftwerke zu Lasten der Verbraucher?

Im Rahmen des 80 Milliarden Euro Sparpaktes der Bundesregierung wurde unter anderem eine neue Steuer für die Betreiber von Kernkraftwerken beschlossen. Eine solche Steuer wurde von den Grünen schon seit Jahren gefordert. Es sei nicht verhältnismäßig, dass Gas und Öl besteuert würden, Brennelemente aber von einer Steuer ausgenommen werden. Da langjährige SPD Umweltminister Sigmar Gabriel forderte die Brennelementesteuer mit dem Argument, dass die Atomstrom-Hersteller ihren Beitrag zur Sanierung des maroden Atomlagers Asse leisten müssten.

Atomkraftwerk
Gefahr durch veraltete Atomkraftwerke

Obwohl die CDU bisher entschieden gegen diese Brennelementesteuer war, entschied man sich jetzt überraschend doch für die Einführung einer solchen Steuer auf Atomkraftwerke. Die damalige Begründung Sigmar Gabrieles wurde dabei übernommen. Die Steuer solle in jedem Fall kommen, unabhängig von Sparpaket oder Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke.

Der größte Aufreger dabei sind mal wieder die steigenden Energiepreise. Es scheint jetzt schon sicher, dass die Betreiber der Kernkraftwerke die neue Steuer in die Preisgestaltung einbinden und somit indirekt wieder an die Verbraucher abwälzen. Eine Steuer, die eigentlich die großen und stark gewinnorientierte Atomlobby treffen sollte, wird höchstwahrscheinlich dort nur ein durchlaufender Posten sein. Die eigentliche Last trägt der kleine Mann. Die Preise für Strom, Gas und Öl sind ohnehin seit Jahren stark ansteigend und schon heute als 2. Miete eine große Belastung für Familien.

Dazu kommt die gestiegene Gefahr durch die sehr wahrscheinliche Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. Teilweise 30 Jahre und älter, gehört diese veraltete Technik längt abgeschaltet. Ein zweites Tschernobyl kann sich die Erde nicht leisten. Dennoch gibt sich die CDU und insbesondere Angela Merkel sehr kooperativ mit der Atomlobby und scheint von dieser veralteten Technik absolut überzeugt, trotz der damit verbundenen hohen Gefahren. Es ist nicht auszuschließen, dass im Milliardenmarkt Atomenergie Gelder fließen, die solche Entscheidungen möglicherweise “erleichtern”. Selbstjustiz verlangt Sicherheit und keine maroden Atommeiler, die zur Gefahr für Mensch und Tier werden.

Entführte Bankiers-Frau tot – hat die Polizei versagt?

Über 3 Wochen versetzte ein schrecklicher Entführungsfall Deutschland in Atem. Die Frau eines Bank-Chefs aus Baden-Württemberg wurde aus Ihrem Haus entführt. Die Entführer nahmen Kontakt mit dem Ehemann auf und verlangten 300.000 Euro. Dabei konnte die entführte Ehefrau noch einmal mit dem Bankchef sprechen und beteuerte, sie sei in Lebensgefahr.

Nach einer gescheiterten Geldübergabe wandte sich der Ehemann schließlich sogar über die Medien an die Entführer. In der TV-Sendung “Aktenzeichen XY” appellierte er gemeinsam mit seinen Kindern an die Entführer und bettelte förmlich um die Freilassung der Ehefrau und Mutter. Alles vergebens! Wie sich heute leider heraus stellte wurde die Frau von einem Spaziergänger im Wald gefunden. Sie ist tot!

Maria Bögerl
Maria Bögerl

Offensichtlich gab es mehrere Pannen in diesem tragischen Fall. Insbesondere die Polizei geriet heftig unter Kritik und könnte dazu beigetragen haben, dass die Entführer nervös wurden und die Geisel schließlich umbrachten. Anwohner sagten, dass die Polizei in diesem Fall äußerst stümperhaft vorging. So sollen mehrere Polizeiautos mit ohrenbetäubendem Sirenengeheule den ganzen Ort in Unruhe versetzt haben. Es ist anzunehmen, dass auch die Entführer dies mitbekommen haben und somit sofort darüber informiert waren, dass die Polizei eingeschaltet wurde. Ein Polizeiexperte teilte uns mit, dass in Entführungsfällen normalerweise nur verdeckte Ermittler in zivilen Fahrzeugen möglichst unauffällig erscheinen dürfen. Martinshörner sind tödlich, was sich heute leider auch bewahrheitet hat.

Vorwürfe gab es auch für die ARD, da in der wichtigsten deutschen Nachrichtensendung “Tagesschau” der Entführungsfall einfach nicht aufgenommen wurde. Die Ermittler werfen den Verantwortlichen vor, dass wichtige Zeugen dadurch wahrscheinlich tagelang nichts von der Entführung mitbekommen haben. Erst viel zu spät schaltete sich schließlich auch die ARD in die Berichterstattung in diesem Fall ein.

Letztendlich stellt sich auch die Frage, warum der Ehemann überhaupt die Polizei einschaltete. Hätte er das Leben seiner Frau retten können, wenn er einfach nur das Lösegeld bezahlt und dann abgewartet hätte? War die Sorge um das Geld größer, als um seine Frau? Es lässt sich nun leider nicht mehr rückgängig machen. Eventuell hätten sich die Entführer ohne das große Polizeiaufgebot nicht zur Tötung der Geisel entschieden.

Die ganze Hoffnung liegt nun in einer schneller Aufklärung dieser schrecklichen Tat, damit der oder die Mörder für das Leid der Familie zur Rechenschaft gezogen werden können. Doch auch hier stellt sich die Frage, ob es jemals ein gerechtes Urteil für eine solche Tat geben kann? Vermutlich würde der Mörder bei einem Geständnis nur 10 Jahre bekommen und bei guter Führung nach nur 6 oder 7 Jahren bereits wieder entlassen. Die Familie verliert aber für immer eine Ehefrau und Mutter.