Zocker-Paule treibt eine Stadt in den Ruin
1. Oktober 2011 von selbstjustiz
Berlin: Von unserem Hauptstadtkorrespondenten, Ernst E. Ehrlich
“Irgendwann kommt doch die Wahrheit ans Licht.” So könnte man die Situation in der Kleinstadt im äußersten Westen der Republik überschreiben. Oder aber “Im wilden Westen was Neues!”
Öffentlich hat der SPD-EX-Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg schon einen neuen Titel weg: “Zocker-Paule”. Fast zwei Jahrzehnte stand der Mann an der Spitze der Stadtverwaltung und hat dort sein Unwesen getrieben. Schulden wurden Jahr für Jahr unter seiner “Herrschaft” höher und höher aufgetürmt. Ein städtisches Schloss mußte her. Ein neues Hallenbad, ebenfalls ein neues Freibad. Eine Schokoladenfabrik, die die Stadt endgültig in den Ruin trieb, weil die Stadtkasse gegen alle europäischen Subventionskriterien LIDL die Millionen nachwarf, ohne das auch nur wirklich zählbare Arbeitsplätze für Bürgerinnen und Bürger der Stadt geschaffen wurden, ein Umwelt- und Technologie-Center (CMC) vorzugsweise für Existenzgründer, wo er jetzt selbst mit seiner Anwaltskanzlei residiert, eine Veranstaltungshalle (Waschkaue genannt), die seit Jahren keine Veranstaltungen durchführen kann und darf. Eine millionenschwere “Klangbrücke”, die im Jahre 2008 im Rahmen der Euregionale 2008 hätte fertiggestellt werden müssen, aber bis heute nicht klingt. Die Reihe der Hinterlassenschaften des Zocker-Paule der Ein-Mann-Dynastie läßt sich beliebig lang fortführen. Doch geben Sie doch besser dazu unter Suche oben rechts das Stichwort “Schmitz-Kröll” ein und lesen Sie die anderen zehn Artikel im Selbstjustiz nach.
Selbst das Kanalnetz der Bürgerinnen und Bürger wollte er verscherbeln. Seit ein paar Tagen ist es nun amtlich: Zocker-Paule hat am Rat der Stadt vorbei spekulative Derivat-Geschäfte mit den von ihm gemachten Schulden im Millionenhöhe in Form von Derivat-Wetten auf den Wechselkurs zwischen Euro und Schweizer Franken auf Jahrzehnte hinaus fest abgeschlossen. Die Stadt verliert derzeit im Jahr voraussichtlich 1,6 Millionen. Das erhöht die Schuldenlast um immerhin 16 Mio. in zehn Jahren.
Das Übach-Palenberg bereits unter den knapp 400 Gemeinden des Landes Nordrhein-Westfalen zu den sieben (!) ärmsten gehört und haushaltslos wie Griechenland am Rande der Pleite steht, kommen die neuerlichen Verluste in Millionenhöhe gar nicht gut.
Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sind inzwischen aufgewacht. Es geht an ihren Geldbeutel und betrifft ganz direkt die Lebensqualität insbesondere der Kinder. Notwendige Investitionen in Schulen, Kindergärten, Spielplätze, Sportanlagen, Straßen können und dürfen nun nicht mehr getätigt werden. Zu den Artikeln der Lokalpresse werden nun hunderte Leserbriefe im Internet veröffentlicht. Der Volkszorn hat hier ein Ventil.
Zur Dokumentation werden wir hier die Leserbriefe veröffentlichen, damit in anderen Gemeinden der Bundesrepublik Deutschland die Bürgerinnen und Bürger dort eher aufpassen, was in ihrem Namen geschieht.
Doch lesen Sie selbst und bilden Sie sich ihre eigene Meinung. Hier die LINKs:
«Ich wehre mich gegen den Vorwurf, gezockt zu haben»
Gezockt und verloren: Übach-Palenberg drohen Millionenverluste
Derivat-Verluste bringen Stadt in weitere Nöte
Derivat-Geschäfte: «Aussagen stehen im krassen Gegensatz»
B 57n: Freie Fahrt auf dem ersten Teilstück
Romantik, Jagdlieder und Hörnerklang im PZ
Und weil ZOCKER-PAULE schon seit geraumer Zeit sein Unwesen treibt, ist er auch als DER FALSCHSPIELER oder DAS DOPPELTE PAULCHEN bereits in die Literatur eingegangen. Das Schauspiel ist derzeit noch online gratis zu lesen und hat mit beinahe 13.000 Aufrufen schon deutlich mehr Erstleser erreicht als es Haushalte in Übach-Palenberg gibt. Die Wirklichkeit liefert derzeit genügend Stoff für den zweiten Teil der Trilogie. Wir sind gespannt.

Wenn ich die Serie der Artikel über den Herrn Schmitz-Kröll und die hier angebotenen LINKS mal auf mich wirken lasse, dann kommen mir Zweifel an der grundsätzlichen langfristigen Tragfähigkeit der Deutschen Demokratie.
Immerhin sind die Kommunen die Wiege der späteren bedeutenden Politiker. Wenn es aber dort schon so abgeht, wie es hier zu lesen ist, dann Gute Nacht Deutschland.
Es drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass sich Deutschland wirklich selbst abschafft.