Wo ist das Geld aus dem vorbörslichen Verkauf geblieben?
25. November 2011 von selbstjustiz
Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde von uns überarbeitet, um Rechtsverletzungen auszuschließen.
Der urprüngliche Artikel von Hugo Hoffmannsthaler äußerte sehr kritisch, wie die Lerefa (Schweiz) AG, ein Unternehmen für Bautenschutzgewebe, seit Anfang 2011 Gelder im vorbörslichen Handel generierte.
Das Unternehmen hat offensichtlich über verschiedene Kampagnen Investoren für die Erfindung einer speziellen Faser zum Erdbebenschutz von Häusern gefunden, die nun möglicherweise um Ihre Gelder bangen müssen.
Über Jahre sind nach außen hin kaum verständliche Vertragskonstellationen entstanden, sowie ein regelrechtes Netzwerk an Firmen, die direkt oder indirekt an dem geplanten Vorhaben beteiligt waren.
Scheinbar wurde bis heute noch kein einziges Objekt mit dem Bautenschutzgewebe versehen. Ob die Investoren der vorbörslichen Aktienverkäufe der Lerefa AG ihr Geld zurückerhalten oder Aktien der Lirefa Protection PLC für ihre Investition erhalten, gaben die beteiligten Unternehmen bisher nicht bekannt.
Da inzwischen bereits die Staatsanwaltschaft in dieser Sache ermittelt, möchten wir kein Fazit und keine abschließende Bewertung über diesen offensichtlichen Aufreger abgehen, sondern überlassen jedem Leser selbst, sich eine Meinung zu bilden.
Mein Artikel hat bei den Frontleuten viel Staub aufgewirbelt. Massive Drohungen wurden ausgesprochen und schriftlich verfasst. Zitat: „Wir haben reagiert und das Antwortschreiben von […] war eine der Folgen…” Meine Herren, ich will hoffen, Sie haben sich das reiflich überlegt.
Mein Beitrag wird nicht mir, sondern fälschlicherweise einer anderen Person zugeschrieben, die wie sein Umfeld massiv unter Druck gesetzt wird.
Es wurden in Anrufen und einer Mail konkrete Forderungen gestellt, was in dem Artikel nicht erscheinen darf, auf die ich hier nicht weiter eingehe. Hier Auszüge aus der Droh-Mail:
„…mein Ultimatum läuft um Punkt 20:00 Uhr nach DEUTSCHER ZEIT ab. Drohungen spreche nicht aus sondern nur die Tatsache das einige Leute die mit Lirefa, Terrasun nix zu tun haben ganz wild drauf sind Sie Persönlich mal kennenzulernen und ich werde alle Orte wo Sie sich aufgehalten haben weiter geben … SIE können es abwenden … wieviel Leute und Arbeitnehmer brennen Sie live kennenzulernen. … Am Montag wird der Geschäftsführer der W[..] Strafanzeige gegen Sie und alle Beteiligte stellen müssen.”
So mal nicht! Auch das Erfinden von Straftaten, werden Sie verantworten müssen. Das hat mich erst auf andere Aspekte jenseits des Bautenschutzgewebes richtig aufmerksam gemacht. Als Presse und als einzelne Journalisten lassen wir uns nicht einschüchtern. Im Gegenteil, der Anrufer und seine Hinterleute haben es zu verantworten, wenn weitere interessante Beiträge genau zu den Themen hier erscheinen sollten, die nicht gewünscht sind.
Ich bin entsetzt. Ich wurde kürzlich durch ein Unternehmen, das mich schon einmal mit einem offenkundig gepushten Papier in den Verlust getrieben hat, auf Lerefa / Lirefa und sogar LAREFA AG aufmerksam gemacht. Heute erhielt ich einen erneuten Anruf mit Hinweisen auf die angeblich enormen Aussichten beim Kauf.
Ich möchte die Firma hier in einer öffentlichen Mail nicht namentlich nennen, um mich nicht irgendwelchen rechtlichen Reaktionen auszusetzen. Ich bin aber bereit, individuell über meine Mail-Adresse nähere Auskünfte zu geben, auch über frühere Reinfälle mit gepushten Empfehlungen. Von diesem Papier werde ich natürlich die Finger lassen.
Bernhard