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Die Redaktion von Selbstjustiz.com bedankt sich bei allen treuen Lesern des Selbstjustiz Blog für ein erfolgreiches, bewegendes und spannendes Jahr 2011.

Wir wünschen allen unseren Lesern, Blogschreibern und eifrigen Kommentatoren ein frohes Jahr 2012. Wir wünschen Ihnen, dass Sie Ihre eigenen Ziele umsetzen, möglichst lange an Ihren Vorsätzen festhalten und das Jahr 2012 zu Ihrem Jahr machen! Bleiben Sie uns weiterhin treu und äußern Sie gerne kritisch Ihre Meinung zu allen  politischen und gesellschaftlichen Themen, die im neuen Jahr aktuell sein werden.

Selbstjutiz.com ist inzwischen eine offene Diskussionsplattform für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen aller Art geworden. Dabei sind wir sowohl unseren treuen Stammlesern, als auch allen Autoren und Redaktionsmitgliedern zu Dank verpflichtet. Wir möchten den Blog auch im neuen Jahr gerne weiter führen und freuen uns über rege Beteiligung, Lob, Anregungen und natürlich auch Kritik.

Aus aktuellen Anlass möchten wir darauf hinweisen, dass der letzte Blogartikel “Wo ist das Geld aus dem vorbörslichen Verkauf geblieben?” über die Lerefa (Schweiz) AG aufgrund massiven Drucks seitens der im Artikel genannten Personen und Firmen bzw. deren Anwälten von unserer Redaktion zum ersten Mal seit Bestehen des Selbstjustiz Blog überarbeitet werden musste.

Wir möchten dennoch alle Autoren ermutigen weiterhin kritische Blogartikel zu verfassen, sofern diese nicht gegen geltendes Recht verstoßen und / oder Persönlichkeitsrechte Dritter verletzen.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde von uns überarbeitet, um Rechtsverletzungen auszuschließen.

Der urprüngliche Artikel von Hugo Hoffmannsthaler äußerte sehr kritisch, wie die Lerefa (Schweiz) AG, ein Unternehmen für Bautenschutzgewebe, seit Anfang 2011 Gelder im vorbörslichen Handel generierte.

Das Unternehmen hat offensichtlich über verschiedene Kampagnen Investoren für die Erfindung einer speziellen Faser zum Erdbebenschutz von Häusern gefunden, die nun möglicherweise um Ihre Gelder bangen müssen.

Über Jahre sind nach außen hin kaum verständliche Vertragskonstellationen entstanden, sowie ein regelrechtes Netzwerk an Firmen, die direkt oder indirekt an dem geplanten Vorhaben beteiligt waren.

Scheinbar wurde bis heute noch kein einziges Objekt mit dem Bautenschutzgewebe versehen. Ob die Investoren der vorbörslichen Aktienverkäufe der Lerefa AG ihr Geld zurückerhalten oder Aktien der Lirefa Protection PLC für ihre Investition erhalten, gaben die beteiligten Unternehmen bisher nicht bekannt.

Da inzwischen bereits die Staatsanwaltschaft in dieser Sache ermittelt, möchten wir kein Fazit und keine abschließende Bewertung über diesen offensichtlichen Aufreger abgehen, sondern überlassen jedem Leser selbst, sich eine Meinung zu bilden.

Weltwirtschaftskrise, Euroschwäche, Divisenturbulenzen. Griechenland vor der Pleite, Italien am Abgrund, Kernschmelze in Japan, Erdbeben rund um den Globus, Gaddafi tot, Merkel angeschlagen. Warum kommt das alles auf einmal so dicke? Der Laie staunt und der Fachmann wundert sich.

Doch wer bisher aufmerksam das wegweisende Portal „live-PR.com”verfolgt  hat, dem kann die wahrscheinlichste aller bisherigen Erklärungsversuche nicht entgangen sein. Dort steht tatsächlich als Autorenartikel über den Schreiber selbst schwarz auf weiß zu lesen: Ein „Newcomer und Journalist […] macht die Finanzwelt unsicher.” Dieser junge Mann  „will endlich den gar ausmachen”, und schon zittert die gesamte Welt. Dieser Newcomer weiß sich in Szene zu setzen, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, die Finanzmärkte zu beeinflussen. Daher kritisierte dieser auch fachmännisch auf der Berliner Messe die, wie er sich ausdrückte: „Einbahnstraße Philosophie“.

Derart schwere Geschütze fährt der Newcomer mit Unterstützung des Journalisten, Micka Svören, bekannt geworden mit seinem ebenso kurzen wie erschöpfenden Artikel, „Leben Retten sollte immer eine Devise der Menschheit sein!!”. Diese, besser bekannt unter seinem richtigen Namen, Cem Gökpinar, stand ihm Pate und fungiert hier offiziell als Kontaktperson.

Aha, daher weht also der Wind! Ein Freibeuter auf der hohen See des Freiverkehrs. Seine Waffen hält er gut sichtbar hoch: das geschliffene Wort, die Recherche, um Skandale aufzudecken, um Licht ins Dunkle zu bringen. So schreibt der Freibeuter denn auch wörtlich, damit die Finanzwelt gewarnt ist: „Der Freiverkehr ist der Markt wo man zwischen guten auch schlechte Aktiengesellschaften trifft, besonders hart trifft sein Urteil gegenüber die Kanadischen Initiatoren die sich in Deutschland breit machen. Er hat den Kampf angesagt gegenüber diese zu berichten […] möchte eine neuen Weg gehen im Bereich Freivekehrswerte und Unternehemen die sich dort tummeln.” (Zu der handvoll Aktiengesellschaften, die wohl aus Sicht des Newcomers und seines Paten zu den Guten zählen, wird beizeiten hier noch näher eingegangen werden.) Noch ist der Newcomer nach eigenen Worten ein „Freivekehrswerte“-„ Hobbyjournalist“, der darin „ein grosse Aufgabe [sieht] durch diesen Dschungel der Finanzwelt ein Weg zu finden und die Masse zu informieren.

Wenn sich schon einer die Mühe macht, um für einen derart richtungsweisenden Selbstdarstellungsartikel eine Ltd. in England zu gründen, dann helfen wir ihm doch gerne bei seiner Mission.

Berlin: Von unserem Hauptstadtkorrespondenten, Ernst E. Ehrlich

“Irgendwann kommt doch die Wahrheit ans Licht.” So könnte man die Situation in der Kleinstadt im äußersten Westen der Republik überschreiben. Oder aber “Im wilden Westen was Neues!”

Kröll schläft im CMC während einer Veranstaltung (SPD-Beigeordneter Volker Schlüter links, Zocker-Paule rechts). Foto: upe

Öffentlich hat der SPD-EX-Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg schon einen neuen Titel weg: “Zocker-Paule”. Fast zwei Jahrzehnte stand der Mann an der Spitze der Stadtverwaltung und hat dort sein Unwesen getrieben. Schulden wurden Jahr für Jahr unter seiner “Herrschaft” höher und höher aufgetürmt. Ein städtisches Schloss mußte her. Ein neues Hallenbad, ebenfalls ein neues Freibad. Eine Schokoladenfabrik, die die Stadt endgültig in den Ruin trieb, weil die Stadtkasse gegen alle europäischen Subventionskriterien LIDL die Millionen nachwarf, ohne das auch nur wirklich zählbare Arbeitsplätze für Bürgerinnen und Bürger der Stadt geschaffen wurden, ein Umwelt- und Technologie-Center (CMC) vorzugsweise für Existenzgründer, wo er jetzt selbst mit seiner Anwaltskanzlei residiert, eine Veranstaltungshalle (Waschkaue genannt), die seit Jahren keine Veranstaltungen durchführen kann und darf. Eine millionenschwere “Klangbrücke”, die im Jahre 2008 im Rahmen der Euregionale 2008 hätte fertiggestellt werden müssen, aber bis heute nicht klingt. Die Reihe der Hinterlassenschaften des Zocker-Paule der Ein-Mann-Dynastie läßt sich beliebig lang fortführen. Doch geben Sie doch besser dazu unter Suche oben rechts das Stichwort “Schmitz-Kröll” ein und lesen Sie die anderen zehn Artikel im Selbstjustiz nach.

Selbst das Kanalnetz der Bürgerinnen und Bürger wollte er verscherbeln. Seit ein paar Tagen ist es nun amtlich: Zocker-Paule hat am Rat der Stadt vorbei spekulative Derivat-Geschäfte mit den von ihm gemachten Schulden im Millionenhöhe in Form von Derivat-Wetten auf den Wechselkurs zwischen Euro und Schweizer Franken auf Jahrzehnte hinaus fest abgeschlossen.  Die Stadt verliert derzeit im Jahr voraussichtlich 1,6 Millionen. Das erhöht die Schuldenlast um immerhin 16 Mio. in zehn Jahren.

Das Übach-Palenberg bereits unter den knapp 400 Gemeinden des Landes Nordrhein-Westfalen zu den sieben (!) ärmsten gehört und haushaltslos wie Griechenland am Rande der Pleite steht, kommen die neuerlichen Verluste in Millionenhöhe gar nicht gut.

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sind inzwischen aufgewacht. Es geht an ihren Geldbeutel und betrifft ganz direkt die Lebensqualität insbesondere der Kinder. Notwendige  Investitionen in Schulen, Kindergärten, Spielplätze, Sportanlagen, Straßen können und dürfen nun nicht mehr getätigt werden. Zu den Artikeln der Lokalpresse werden nun hunderte Leserbriefe im Internet veröffentlicht. Der Volkszorn hat hier ein Ventil.

Zur Dokumentation werden wir hier die Leserbriefe veröffentlichen, damit in anderen Gemeinden der Bundesrepublik Deutschland die Bürgerinnen und Bürger dort eher aufpassen, was in ihrem Namen geschieht.

Doch lesen Sie selbst und bilden Sie sich ihre eigene Meinung. Hier die LINKs:

«Ich wehre mich gegen den Vorwurf, gezockt zu haben»

Gezockt und verloren: Übach-Palenberg drohen Millionenverluste

Derivat-Verluste bringen Stadt in weitere Nöte

Stiftung sponsert Klangbrücke

Derivat-Geschäfte: «Aussagen stehen im krassen Gegensatz»

B 57n: Freie Fahrt auf dem ersten Teilstück

Romantik, Jagdlieder und Hörnerklang im PZ

Und weil ZOCKER-PAULE schon seit geraumer Zeit sein Unwesen treibt, ist er auch als DER FALSCHSPIELER oder DAS DOPPELTE PAULCHEN bereits in die Literatur eingegangen. Das Schauspiel ist derzeit noch online gratis zu lesen und hat mit beinahe 13.000 Aufrufen schon deutlich mehr Erstleser erreicht als es Haushalte in Übach-Palenberg gibt. Die Wirklichkeit liefert derzeit genügend Stoff für den zweiten Teil der Trilogie. Wir sind gespannt.

Zu der seit November 1984 bestehenden, hinreichend bekannten und beliebten Presseagentur  „UPE -  urban press europe” gibt es seit ein paar Wochen einen zum Verwechseln ähnlichen Nachahmer am Markt, nämlich die Presseagentur „UPE – united press europe”, offiziell in England unter UPE Networks Ltd. eingetragen.

Während UPE – urban press europe für den „Aktienindikator – Das Original” arbeitet,  versucht sich offenbar „UPE – united press europe”  vor allem oder ausschließlich am Aktienindikator.de (siehe auch das Impressum).

Mit einem ersten Pressebericht des Inhabers ist „UPE- united press europe” in bisher völlig ungewohnter Weise für die Branche an die Öffentlichkeit getreten.

Berlin: Von unserem Hauptstadtkorrespondenten, Ernst E. Ehrlich

In Deutschland klagen die Energie-Riesen gegen den Atom-Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung. Es ist gar nicht so lange her, dass die CDU-FDP-Koalition die Laufzeitverkürzung der Vorgängerregierung mit Vehemenz vollmundig begründet zurückgenommen hatte. Jetzt kommt noch früher das ultimative AUS von genau denselben Verantwortlichen. Das Ausland steht fragend vor dem Phänomen Deutschland, das umringt von Atomkraftwerken glaubt zur Insel der Seligen werden zu können. „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“

In Deutschland sind die Grünen immer weiter auf dem Vormarsch. Sie haben sich von einer Turnschuh-Partei zu einer Volksbewegung gemausert. Prognosen räumen ihnen sogar ein, bald den Kanzler stellen zu können. Dass es DIE GRÜNEN überhaupt gibt, ist wesentlich dem Umstand geschuldet, dass seinerzeit die SPD nicht so recht auf Willy Brandt gehört hat. Er sprach bereits 1961 in Bonn vom „blauen Himmel über der Ruhr“ und wollte den Umweltschutz im Ruhrgebiet, der Wiege der Sozialdemokratie anstoßen.

Es waren nicht wenige Sozialdemokraten, die etwa zehn Jahre später enttäuscht der SPD den Rücken zudrehten und die grüne Bewegung als kleines Pflänzchen zu stärken begannen. Die Arroganz der „alten Tante SPD“ nahm diese Herausforderung durch anfängliche Ignoranz und spätere Verteufelung der GRÜNEN nicht wirklich ernst. Das sollte sich rächen.

Da aber „Schutz“ allgemein, also auch Umweltschutz vom Grundsatz her ein zutiefst bewahrendes, konservatives Moment ist, war die Flanke selbst bei der CDU und der FDP sehr viel später offen. Diese haben bis heute die Gefahr für sich nicht recht erkannt, weil sie zu verliebt waren und sind in den Gedanken, die SPD würde durch DIE GRÜNEN Wähler verlieren.

Auch die Anti-Atomkraftbewegung, die früh allein bei den GRÜNEN eine wirkliche Heimat gefunden hat, ist geprägt von der tiefen Abneigung gegen den unbeirrbaren Fortschrittsglauben der SPD. Da die deutsche Sozialdemokratie ihre tiefen Wurzeln im ausgehenden 19. Jahrhundert hat, als das deterministisch kausalistische Weltbild ungehindert bis zum Untergang der für unsinkbar gehaltenen Titanic den Zeitgeist bestimmte, verwundert es kaum, dass selbst noch das Godesberger Programm der SPD von 1959 an diesem Weltbild festhielt. Der „Widerspruch unserer Zeit“, bestünde darin, dass die zivile Nutzung der Atomkraft befürwortet wurde, zugleich aber dem Risiko eines Atomkrieges gesehen wurde.
Die sog. Schnellen Brüter waren für die Sozialdemokratie ein Segen schlechthin, der die Arbeiterklasse von der schweren Arbeit befreien und mit dem damals für sauber gehaltenen Atomstrom eine Zukunft eröffnen sollte, das paradiesische Zustände versprach. Geld verdienen ohne Arbeit für jedermann. Teilhabe am Wohlstand und an der Politik. Willy Brandt prägte 1969 in seiner Regierungserklärung die Formel: „Wir wollen mehr Demokratie wagen“.

Erste Zweifel kamen den Bürgern mit dem bundesweit aufsehenerregenden Kampf um Kalkar und Gorleben. Auf einmal waren Bauern mit ihren Treckern zu sehen, wohlanständige Bürger, Pfarrer und Lehrer flimmerten mit ihren Statements gegen Atomkraft durch die Wohnzimmer der Deutschen. Da ließ sich eine breite Bewegung nicht mehr so einfach in die „linke Ecke“ drängen. Das waren keine verblendeten Revoluzzer, Krawallmacher oder Spinner. Das Ganze ließ sich nicht mehr so einfach in eine Schublade stecken.

Die Grüne Bewegung ist inzwischen in Deutschland in die Jahre gekommen. Der vielbeschworene „lange Gang durch die Institutionen“ jener 68er, die sich ebenfalls – inzwischen etabliert – nur den GRÜNEN mangels Alternativen anschließen konnten, tat ein Übriges, um ein Fundament zu gießen, das es so nur in Deutschland gibt. So wie in Deutschland der Zweifel am Zweifel wie in keinem Land der Erde kultiviert ist, so war der Fortschrittsglaube in Deutschland a priori stark gefährdet. Ein Grund liegt in der deutschen Geschichte. Kein Land hat wie Deutschland im 30jährigen Krieg so tief erfahren, dass mit dem häufigen Verschieben der Front, der Glaube zu wechseln hatte. „Wie der Herr, so´s Gescherr!“ 30 Jahre immer wieder wechselnde Glaubensfronten haben die Menschen bis heute zutiefst misstrauisch gemacht, gegenüber Heilsversprechen. Und wenn sie doch mal darauf reingefallen sind, dann war es gleich viel schlimmer als anderswo auf der Welt, wo so schnell niemand sein „Heil“ im „Hitler“ so sehr zu sehen bereit war. Aber auch das ist Gottlob vorbei!

Mit Stuttgart 21 haben mächtige Kräfte aus Politik und Wirtschaft in Deutschland noch einmal versucht, gemeinschaftlich „was auf die Schiene zu setzen“, das durchaus nicht Konsens war. Und dann weit nach Tschernobyl der Tsunami in Japan „die Welle rückwärts“, so richtig ins Rollen brachte. Der GAU für das etablierte Parteiensystem.

Deutschland ist eben seit jeher was Besonderes: Kein Land der Erde hatte so eine Kleinstaaterei wie Deutschland vor 1871. Keiner jubelte dann einen behinderten Kaiser so hoch wie die Preußen. Keiner hat jemals zwei Weltkriege geführt und so „genial“ verloren. Keiner hat ein Wirtschaftswunder danach derart gekonnt vollbracht, keiner als Verlierer England und den USA die Demokratie gelehrt, keiner den Russen den Kommunismus durchdekliniert, keiner so eine Wiedervereinigung geschafft. Warum bloß soll es bei der Grünen Bewegung und dem Ausstieg vom Ausstieg und Wiederausstieg von der Kernenergie anders laufen. Die Deutschen sind gründlich und wenn es sein muss, übergründlich.

Es wird die Zeit kommen, wo bei der Trennung des Abfalls zum angeblichen Zwecke des Umweltschutzes (Duales System), die Deutschen auf die Idee kommen, zwei Abflüsse in die Badewanne einzubauen: Einen für Kaltwasser und einen für Warmwasser!

Berlin: Von unserem Hauptstadtkorrespondenten, Ernst E. Ehrlich

Eine überraschend neue Aktenlage zum hier angesprochenen Problemkreis sowie Herrn Peter Kuss, auch unter Fritz-Peter Kuss, Karlheinz Kuß auftretend,  macht es unumgänglich, noch einmal intensiv nachzurecherchieren und u.U. den Artikel völlig neu zu schreiben. Bitte haben sie zwischenzeitlich ein wenig Geduld.

Als Dr. Karl Theodor zu Guttenberg mit seinen unzähligen Vornamen vor einigen Monaten durch die Übernahme des Amts als Bundeswirtschaftsminister einem breiten Publikum bekannt wurde, haben sich viele Menschen gefragt, was ein aufrichtiger, klar denkender erfolgreicher Unternehmer adeliger Abstammung ausgerechnet in der hauptsächlich von weichgespülten Studienversagern dominierten deutschen Politik zu suchen hat.

Der Baron aus Franken passte so gar nicht in die politische Landschaft, in der handelnde und zupackende Menschen geächtet zu werden scheinen. Der typische Abgeordnete im deutschen Bundestag ist eher ein frustrierter Lehrer, der vorher eigentlich ein anderes Studium abgebrochen hatte, sich dann aber für ein Lehramtsstudium entschied und später mit den Schülern überfordert war – oder aber ein Jurist, der aufgrund der Juristenschwemme der letzten Jahre keine Arbeit als Anwalt gefunden hat und nicht qualifiziert genug für das Richteramt oder einen Posten in der Staatsanwaltschaft ist.

Selbst ohne die Politiker mitzuzählen, leidet Berlin unter der höchsten Arbeitslosenquote in Deutschland. Was zieht den fränkischen Baron zu Guttenberg dann also ausgerechnet in die Hauptstadtpolitik? Was sucht ein erfolgreicher Familienunternehmer wie Guttenberg, der mehr Vornamen hat als eine vollzählige Grundschulklasse, ausgerechnet in Berlin? Da kann etwas nicht stimmen.

So ist es. Karl Theodor zu Guttenberg passt, abgesehen von seiner familiären Herkunft und der damit verbundenen Anzahl seiner Vornamen, ausgezeichnet in die politische Landschaft. Vom durchschnittlichen Politiker unterscheidet ihn nur seine wirklich überragende selbstdarstellerische Fähigkeit, die selbst einige Teilnehmer von Casting-Shows aus dem Unterschichtenfernsehen vor Neid erblassen lässt.

Wer genau hinsieht, hätte bereits in seiner Amtszeit als Wirtschaftsminister erkennen können, dass sich die Qualifikation des Herrn zu Guttenberg, die er im Rahmen seiner Tätigkeit für das Familienunternehmen erwarb, in vergleichsweise engen Grenzen hält. Auch wenn die Firma, für die er tätig war, inzwischen aufgelöst ist, nur drei Mitarbeiter beschäftigte und keinen produktiven Geschäftszweck verfolgte, so darf man an dieser Stelle der Fairness halber nicht unerwähnt lassen, dass zu Guttenberg damit bereits um ein Vielfaches höher qualifiziert ist als die meisten seiner Kollegen im Bundestag zusammen.

Das folgende Video verdeutlicht diesen Zusammenhang.

Als Wirtschaftsminister hat Karl Theodor zu Guttenberg dermaßen gute Arbeit geleistet, dass er nach der Wahl dieses ehrenvolle Amt doch nicht behielt. Man fand einen würdigen Ersatz in Rainer Brüderle, der in Winzerkreisen auch als Schnapsdrossel bekannt ist (wörtliches Zitat: “Wer nichts trinkt, ist verdächtig”).

Da kaum ein Politiker noch seinen Grundwehrdienst geleistet hatte – aber eben irgendjemand Verteidigungsminister werden musste, fiel die Wahl auf einen der wenigen, die jemals mit der Bundeswehr in Berührung gekommen waren: Dr. Karl Theodor von und zu Guttenberg. Dieses Amt schien wie gemacht für den jungen politischen Superstar. Sein Vorgänger Franz-Josef Jung hatte nämlich gerade einen neuen Rekord aufgestellt: Kein Bundesminister war jemals so kurz im Amt wie Franz-Josef Jung. Da auch der Nachname des Vorgängers gut zum Alter des Herrn von und zu Guttenberg passte, war die Entscheidung schnell getroffen.

Wie weise es war, die Entscheidung für die Ernennung des jungen Guttenberg auf den Nachnamen seines Vorgängers Jung abzustimmen, zeigte sich in der Folgezeit recht zügig: In der Kundus-Affäre stellte sich der Strahlemann Guttenberg zunächst voll hinter den Soldaten, der den Luftangriff auf Zivilisten angeordnet hatte und bescheinigte diesem, dass dieser Befehl “militärisch vollumfänglich gerechtfertigt” gewesen sei um kurz darauf den deutschen Bundestag zu informieren, dass der Befehl “militärisch doch nicht gerechtfertigt” war. Diesen 180° Sinneswandel musste der Minister natürlich jemandem anlasten – er entließ ohne Rücksprache zwei über Jahrzehnte verdiente Soldaten. Als Guttenberg feststellte, dass diese Vorgehensweise seinem Ansehen keinen Schaden zufügte, hat er dies offensichtlich in seinem Gedächtnis als Parade-Methode abgespeichert. Fortan scheint zu Guttenberg jeden Konflikt mit der Entlassung eines Verantwortlichen lösen zu wollen.

Jede Strategie hat natürlich ihre Grenzen, im Fall der Affäre um die Vorkommnisse auf der Gorch Fock allerdings hat die Guttenberg-Strategie wieder einmal ausgezeichnet funktioniert. Der Kapitän des Schiffs wurde kurzerhand entlassen und Guttenbergs Beliebtheitswerte nahmen wieder keinen Schaden.

Jetzt allerdings, da Guttenberg des Plagiats bezüglich seiner Doktorarbeit überführt wurde, kommt seine altbewährte Strategie, Verantwortliche zu entlassen, an ihre Grenzen. Nur allzu gerne würde Guttenberg seinen Ghost-Writer, der ihm bei der Anfertigung seiner Dissertation behilflich war, entlassen. Hier gibt es nur zwei Probleme: Der Ghost-Writer arbeitet vermutlich nicht mehr für den Minister und eine öffentliche Bekanntgabe des Ghost-Writers würde mehr Schaden anrichten als die Schuld auf sich zu nehmen.

Zum ersten Mal ist der Minister verunsichert – in einem Interview fragt er die Journalisten, ob er bereits live zu sehen sei und bittet darum, noch einmal anfangen zu dürfen. Guttenberg ist unter Druck, da ihm eine Person fehlt, auf die er nach seiner altbewährten Methode die Schuld für einen seiner Fehler abwälzen könnte.

Seine Rechtfertigung für das Plagiat ist unter diesem Gesichtspunkt recht amüsant, wie das folgende Video zeigt. Insbesondere der Anfang ist aufschlussreich.

Herr von und zu Guttenberg passt nur allzu gut in das politische Berlin. Er ist in der Lage, das Berliner Kasperletheater ein wenig aufzumischen und durch amüsante Randnotizen etwas zu erheitern. Der Doktorwürde scheint Herr Guttenberg wohl nicht würdig zu sein. Auch seine unternehmerischen Aktivitäten sind eher zweifelhaft und seine daraus gewonnenen Erfahrungen würden ihn in der Wirtschaft nicht unbedingt zu einem entsprechenden Amt befähigen. In der Politik allerdings ist Herr Guttenberg goldrichtig.

Die Verschleuderung des Vermögens der Deutschen nach Griechenland, Spanien, Portugal, Irland usw. lässt sich doch viel leichter ertragen, wenn das sündhaft teure politische Kasperletheater, das sich das deutsche Volk in Form seiner Volksvertreter leistet, wenigstens noch etwas amüsant daher kommt. Guttenberg erinnert entfernt an diejenigen, die man so gerne im Fernsehen sieht, wenn sie sich im Dschungelcamp oder in anderen ähnlichen Formaten blamieren – einen gewissen Unterhaltungswert kann man ihm jedenfalls nicht absprechen.

Kreis Heinsberg: Von unserem Hauptstadtkorrespondenten, Ernst E. Ehrlich

Der Falschspieler Paul Schmitz-Kröll wurde nun hochoffiziell von der Landesregierung als Trickser entlarvt! Jahrelang hat er sich auf Bürgerempfängen ins Rampenlicht gestellt und über seine eigene Haushaltspolitik schwadroniert: „Wieder einmal ist es gelungen, den Haushalt der Stadt ‚auszugleichen’!“ Dass der ‚Ausgleich’ ab 1993 – er war ab 1992 als Stadtdirektor verantwortlich – seither systematisch nur über Schuldenneuaufnahmen erreicht wurde, verschwieg der ehemalige Bürgermeister seinen Bürgern wie Freunden. Unter seiner Verantwortung haben sich nun rund 50 MIO Schulden angehäuft, das sind in 17 Jahren im Schnitt 3 MIO Euro pro Jahr!

Der jecke Paul Schmitz-Kröll hatte sein Rathaus grenzwertig wie ein Karnevalsbollwerk geführt. Nun hat er seine eigentliche Bestimmung als Geschäftsführer eines Karnevalsverein gefunden.

Nun müssen selbst seine Anhänger in der Tageszeitung (Geilenkirchener Zeitung 26.11.2010) Schwarz auf Weiß lesen, dass Übach-Palenberg am Rande des Abgrunds direkt vor der drohenden ‚Überschuldung’ steht. Von insgesamt 396 Kommunen in NRW haben bisher nur 7 Gemeinden diesen zweifelhaften Ruhm erlangt. Übach-Palenberg, quasi ohne Eigenkapital aber mit teuren Prestigeobjekten wie dem Schloss Zweibrüggen belastet, wird wohl bald dazukommen. Diese klare Feststellung des Innenministeriums, an der es Nichts zu rütteln gibt, stellt nach über 17 Jahren seiner Verantwortlichkeit für die Finanzen der Stadt amtlich fest, dass Paul Schmitz-Kröll zu den nachweislich unqualifiziertesten Bürgermeistern von Nordrhein-Westfalen zu zählen ist, die es jemals in Amt und Würden gegeben hat. Seine Amtsführung bestand im Wesentlichen aus Täuschen und Tricksen. Jetzt wurde er entlarvt, er hat aus Bürgern Bürgen gemacht, ohne sie jemals zuvor zu fragen, die, und deren Kinder und Kindeskinder nun für seine nachgewiesenermaßen grottenschlechte Amtsführung haften müssen!

Mit seiner Frau ist er nun bei der katholischen Kirche untergekrochen, wohl in der Hoffnung, durch ein besonderes ehrenamtliches Engagement, Absolution zu erhalten. Doch anstatt kleine Brötchen zu backen und als einfacher Messdiener den Weihrauch zu schwingen, schwingt er dort schon wieder die großen Worte. Ein Wahrzeichen der Stadt, die berühmte Karlskapelle, ist in den Jahren seiner Regentschaft als Bürgermeister so vergammelt und in der Bausubstanz beeinträchtigt, dass eine mehrere einhunderttausend Euro teure Sanierung dringend geboten ist, will man das ehemalige Schmuckstück den Bürgern erhalten. Stattdessen hatte sich Paul Schmitz-Kröll in seiner Amtszeit für die ebenso teure wie unsinnige Illuminierung des vor sich hinrostenden ehemaligen Wasserturms stark gemacht, sowie sich für das Projekt ‚Klangbrücke’ im Rahmen der EuRegionale 2008 überregional feiern lassen. Wir schreiben in wenigen Tagen das Jahr 2011 und die weit über 1 MIO Euro teure ‚Klangbrücke’ steht als moderne Bauruine vom TÜV nicht abgenommen zu Lasten der leeren Stadtkasse nutzlos in der Landschaft herum.

Die marode Karlskapelle wie die nutzlose Klangbrücke werden wohl auf lange Zeit als Symbole der ‚Hinterlassenschaften’ jenes SPD-Bürgermeisters und Vereinmeiers Paul Schmitz-Kröll den Bürgern der Stadt in lebhafter Erinnerung bleiben. Wenn sie letztlich als Mahnmale dafür herhalten, nicht wieder auf einen Falschspieler und Trickser hereinzufallen, dann hätten sie wenigstens einen Sinn.

Nachtrag: Wie aus Kreisen der SPD-Übach-Palenberg zu erfahren war, schuldet der ehemalige SPD-Bürgermeister und immer noch SPD-Mitglied, Paul Schmitz-Kröll, seiner Partei seit 2004 insgesamt rund 20.000 Euro, die er hätte laut Statuten abführen müssen. Er hatte seinerzeit erklärt, diese Gelder für die Kosten seiner Wiederwahl als Bürgermeister einsetzen zu wollen. Da er sich jedoch auch angesichts der nur ihm im vollen Umfang bekannten desolaten Haushaltslage der Stadt um eine Wiederwahl und Übernahme der Verantwortung mit dem Hinweis auf seine angeschlagene Gesundheit gedrückt hat, kann er ja wohl die 20.000 Euro der SPD jetzt nicht privat vereinnahmen. Da er aber auf wundersame Weise seine Gesundheit und volle Schaffenskraft als Rechtsanwalt wiedererlangt hat, wäre es ein Gebot christlicher Demut und Dankbarkeit, jenes unrechtmäßig einbehaltene Geld der Kirche für die Sanierung der Karlskapelle zu überlassen. Dann hätte sein christliches Engagement mit SPD-Geldern eine Sinnhaftigkeit der besonderen Art. Paul Schmitz-Kröll könnte unter Beweis stellen, dass er gar nicht so gierig ist, wie allgemein behauptet wird, die Kirche könnte die Kapelle restaurieren und die SPD wäre mit ihren 20.000 Euro einmal mehr mit der Kirche versöhnt – getreu den Worten von Johannes Rau: „Versöhnen statt spalten!“

Berlin: Von unserem Hauptstadtkorrespondenten, Ernst E. Ehrlich

Dem “Kanzler des Ehrenwortes” könnte bald eine besondere Ehre zuteil werden. Die CDU will Alt-Kanzler Kohl, der seinen Eid auf die Verfassung gegenüber seinem Ehrenwort – gegeben an offenbar zwielichtige Gestalten –  deutlich hinten angestellt hat‚ mit einer Sonderbriefmarke ehren.

Zur Erinnerung an den Amtseid des Kanzlers Kohl im Wortlaut:
Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

Der CDU-Parteitag in Baden-Württemberg beschloss einstimmig, dass der Ehrenworteuropäer Kohl mit einer Briefmarke geehrt werden soll. Die Marke solle an Kohls Verdienste um die „Blühenden Landschaften“ und sein Ehrenwort, das bisher nur Rainer Barschel so elegant über die Lippen gekommen ist, erinnern. Die Aufschrift auf der 15-Cent-Marke soll lauten: „Ich sehe blühende Ehrenworte!“

Denn die Jugend braucht Vorbilder. Ein Mann, der nachgewiesenermaßen mehr Ehre in den Knochen hat als andere auf dem Bankkonto, der zeigte einmal mehr, wie die Verhältnismäßigkeit der Dinge zueinander wirklich sinnvoll einzuordnen sind. Ein Eid auf die Verfassung, Schaden vom Volke abzuwenden, ist eben nur so viel Wert, wie es das gegebene Ehrenwort zulässt. Das nennt man auf CDU-Neudeusch ‚Zivilcourage pur’, das gehört herausgestellt, in die Schulbücher als Lernstoff eingearbeitet, das soll die deutsche Jugend sich hinter die Ohren schreiben, bzw. als Briefmarke sich hinter die Ohren kleben.

Sollte tatsächlich die Sonderbriefmarke für Kohl gedruckt werden, wäre dies sonderbar: Mit Ausnahme des Staatsoberhaupts werden hierzulande bisher eben aus gutem Grund keine noch lebenden Persönlichkeiten auf Briefmarken dargestellt. Man wird sehen…

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